Sport
Die Bürgler Geräteturnerinnen haben sich mit einem internen Wettkampf für die kommenden Auftritte vorbereitet

Nach einer langen Pause für die älteren Turnerinnen haben sie nun zeigen können, was in den vergangenen Monaten im Training gelernt wurde.

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Erstmals führte die Geräteriege Bürglen einen internen Herbstwettkampf in Bürglen durch. Neben dem Trainingslager, das dieses Jahr wieder in Schiers vom 9. bis am 12. Oktober durchgeführt wird, war dies zugleich eine Vorbereitung für den Wettkampf in Malans, der voraussichtlich am 23. Oktober stattfindet. Für die Turnerinnen der Kategorien 5, 6, 7 und Damen war dies der erste Wettkampf seit Ausbruch des Coronavirus.

Sara Infanger mit einer perfekten Übung am Reck.

Sara Infanger mit einer perfekten Übung am Reck.

Bild: PD

Bei den K1-Turnerinnen konnte man an den Schaukelringen, verglichen mit dem vergangenen Wettkampf, eine Steigerung sehen. Gar eine fehlerfreie Übung gelang Sara Infanger am Reck. Sie war sichtlich «baff» über die Traumnote 10.00, die Höchstnote zu erreichen gelingt nur wenigen Turnerinnen in ihrer ganzen Karriere.

Anouk Jeisy bei der Bodenübung.

Anouk Jeisy bei der Bodenübung.

Bild: PD

Die K2-Turnerinnen starteten am Sprung, wo es viele Abzüge wegen fehlender Höhe zu verzeichnen gab. Am Reck turnte Anouk Jeisy am ruhigsten (9.35), Noelle Morg und Leyla Arnold waren mit ihr auf Augenhöhe, je 9.30. Am Boden wusste Noelle Morg am besten die Wertungsrichterinnen zu beeindrucken (9.55). Anouk Jeisy zeigte an den Ringen einen guten Rhythmus, Noelle Morg (9.15) und Anna-Sophia Arnold (9.10), Sumea Ibrahimi (9.00).

Nervosität am Boden bei den Damen

Den K3-Turnerinnen bereitete ebenfalls die Steigphase am Sprung Mühe. Am Reck können sie sich beim Unterschwung verbessern. Linda Schuler konnte ihre Übung mit guter Spannung abschliessen: 9.40. Das Bodenturnen gelang Linda Schuler besonders gut (9.60). Kyra Arnold turnte die Elemente schön aus (9.30). An den Schaukelringen hat sich das intensive Training ausgezahlt: Linda Schuler (9.30), Kyra Arnold (9.20) und Mia Vasovic (9.05).

Die Turnerinnen der Kategorie 4 überzeugten mit hohen Noten. Am Sprung konnte Livia Arnold mit ihrer Höhe punkten (9.40). Am Reck überzeugte Isabelle Kempf mit einer fast perfekten Übung (9.70), Livia Arnold trumpfte mit 9.60 auf. Selina Roner zeigte ihr Können am Boden (9.50).

Die K5-Turnerinnen, betreut durch Julia Müller, starteten an den Schaukelringen. Catrina Deplazes holte die Note 9.30. Luisa Gamma zeigte einen guten Abgang (8.95). Am Sprung gab es spritzige Aktionsphasen von Catrina Deplazes (9.20), Lia Gerig (9.05) und Serafine Eigensatz (8.75). Der Abgang am Reck setzte Catrina Deplazes am besten um (9.50).

Catrina Deplazes an den Schaukelringen.

Catrina Deplazes an den Schaukelringen.

Bild: PD

Bei den K-Damen-Turnerinnen war beim Stargerät – Boden – die Nervosität spürbar. Grundlos, denn Bianca Volken (9.50) und Julia Müller (9.25) lieferten ab. An den Schaukelringen präsentierten beide ein Auskugeln – Bianca Volken (9.45), Julia Müller (9.30). Am Sprung fanden beide einen guten Anlauf, Bianca Volken (9.40), Müller Julia (9.15). Am Reck patzte Julia Müller kurz vor dem Abgang, was einen grossen Abzug bedeutete. Bianca Volkens fliessende Übung wurde mit 9.40 belohnt.

Knappes Rennen in der Königsklasse

In der Kategorie 6 waren zwei Turnerinnen am Start. Am Sprung wurden erstmals die neuen Wertungsbestimmungen umgesetzt: Neu zählen in den Kategorien 6 und 7 beide Sprünge. Muriel Schuler behielt die Nerven und erhielt 9.20. Am Reck konnte Noelia Eigensatz ihre Darbietung durchturnen (9.30), während Muriel Schuler beim Abgang zwei Stürze in Kauf nehmen musste. Am Boden waren beide gleichauf (9.15).

In der Königsklasse K7 schenkten sich die drei Turnerinnen nichts, an den Ringen und am Reck lagen alle praktisch gleichauf. Am Boden turnte Livia Zgraggen sehr elegant und zeigte ihre Beweglichkeit, 9.55, während Chiara Gisler und Desirée Zgraggen mit Spritzigkeit versuchten zu überzeugen. Chiara Gisler konnte die Trainingsleistung umsetzen, Desirée Zgraggen musste nach einem Malheur improvisieren. Am Sprung gelangen Chiara Gisler (8.75) und Livia Zgraggen (8.35) zwei fast identische Sprünge. Desirée Zgraggen misslang der erste Sprung so richtig, 7.05, packte beim zweiten Sprung aber einen Doppelsalto gehockt aus (8.85), was einen Durchschnitt von 7.95 ergab. Am Schluss machte Livia Zgraggen das Rennen.

Bei der Rangverkündigung wurden die Turnerinnen geehrt und erhielten einen Gratiseintritt ins Moosbad, gesponsert durch das Schwimmbad Altdorf. (jb)