Altdorf
Korporation Uri rechnet für das kommende Jahr mit einem Plus

Der Korporationsrat Uri berät übers Budget sowie über verschiedene Gesetze und Verordnungen.

Markus Zwyssig
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Am Freitag trifft sich der Korporationsrat Uri zur letzten Sitzung in diesem Jahr. Korporationspräsident Kurt Schuler leitet die Sitzung.

Am Freitag trifft sich der Korporationsrat Uri zur letzten Sitzung in diesem Jahr. Korporationspräsident Kurt Schuler leitet die Sitzung.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, April 2022)

Das Budget der Korporation Uri für das kommende Jahr schliesst bei einem Aufwand von 6,46 und einem Ertrag von 6,55 Millionen mit einem Plus von gut 89'000 Franken. Das bedeutet eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um rund 37’600 Franken.

Neben zahlreichen Beiträgen an die öffentliche Hand unterstützt die Korporation Uri das Bauprojekt der Kunsteisbahn im Holzboden in Spiringen mit total 250’000 Franken sowie die geplante Käselagerhalle in Amsteg mit 200’000 Franken. Der Korporationsbeitrag von 500’000 Franken an den Neubau des Begegnungszentrums der Stiftung Papilio wird noch im laufenden Jahr ausgelöst.

53,6 Prozent der Erträge stammen aus Regalien und Konzessionen

Regalien und Konzessionen bilden mit 53,6 Prozent die wichtigste Ertragsquelle der Korporation Uri. Daneben werden mit Vermögenserträgen aus Liegenschaften, Anlagen sowie Pacht- und Baurechtszinsen rund ein Drittel der Einnahmen generiert. Durch das Negativzinsumfeld der vergangenen Jahre haben sich die Erträge auf Festgeldanlagen laufend reduziert. «Die Anlagekommission versucht, diesem Umstand mit optimierten Aktienanlagen entgegenzuwirken, ohne jedoch grössere Risiken einzugehen», heisst es dazu in einer Mitteilung des Engeren Rats der Korporation Uri.

Mit den bestehenden Kraftwerksanlagen sowie dem neuen KW Palanggenbach wird sich die wichtige Ertragsquelle aus den Beteiligungen an Kraftwerksgesellschaften weiter festigen. «Die Attraktivität und Substanz der eigenen Mietobjekte sollen durch gezielte Investitionen erhalten bleiben», wird in der Mitteilung weiter betont.

«Die nachhaltige Mietzinspolitik mit attraktiven Mieten unter Berücksichtigung der Wohnlage wird beibehalten.»

Für Alp- und Bodenverbesserungsmassnahmen legt der Engere Rat den Budgetrahmen auf 300’000 Franken fest. Darin enthalten sind diverse Projekte zur Strukturverbesserung des Alpgebiets. Basierend auf dem Voranschlag 2023, rechnet die Korporation Uri mit Kantonssteuern von 50’000 Franken und einer Mehrwertsteuerabgabe von 40’000 Franken. Die Beiträge der Korporation Uri an Dritte machen im Jahr 2023 rund 38 Prozent der Gesamteinnahmen aus.

Die Vergütungen der Beiträge teilen sich wie folgt auf:

  • Beiträge an Kanton: 635’000 Franken
  • Beiträge an Gemeinden und Gemeindeverbände: 322’000 Franken
  • Beiträge an private Institutionen: 1,358 Millionen
  • Beiträge an private Haushalte: 195’000 Franken

Anpassungen an Bundesgesetzgebung und an die heutige Praxis

Zur Beratung vorgelegt wird an der Sitzung des Korporationsrats am Freitagmorgen neben dem Budget die Totalrevision des Gesetzes über die Erteilung von Nutzungsrechten an Korporationsgewässern. Der Hauptrevisionspunkt ist die Verfahrensregelung inklusive Präzisierungen zum Heimfall.

«Bei zahlreichen Punkten im Gesetz drängt sich aufgrund der Bundesgesetzgebung eine Anpassung auf», betont Kurt Schuler, Präsident der Korporation Uri, auf Anfrage. Sagt der Korporationsrat Uri am Freitag Ja zur Gesetzesrevision, so wird diese im kommenden Jahr am 7. Mai an der Korporationsgemeinde auf dem Lehn in Altdorf behandelt.

Bei der Totalrevision der Verordnung über die Subventionspraxis geht es um mehrere Anpassungen an die heutige Praxis. Nebst der unmittelbaren finanziellen Unterstützung der Bewirtschafter des Korporationsgebiets fördert die Korporation Uri auch Kunst und Kultur in Uri. Gesprochen werden eher kleinere Beiträge. Trotzdem sollen die Maximalbeiträge an Kunst, Kultur und Sport moderat erhöht werden.

Der Engere Rat beantragt dem Korporationsrat, die Verordnung über die Beschränkung der Kuhessenzahl in der Ruosalp für den einzelnen Auftreibenden ersatzlos aufzuheben. Die Situation sei heute komplett eine andere, sagt Kurt Schuler. «Mit den heutigen Betriebsstrukturen ist die Verordnung über die Beschränkung der Kuhessenzahl in der Ruosalp nicht mehr zeitgemäss. Ein Instrument für eine Begrenzung der auftreibenden Kuhessen ist nicht erforderlich.»

Zudem geht es an der Sitzung um verschiedene Allmendabgaben im Baurecht.