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Eine langfristige Vision eines Verkehrskonzepts fehlt

«Nun hat das Volk das letzte Wort zu Stans West», Ausgabe vom 17. Juni 2022

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Nun hat das Volk das letzte Wort: So wird es kommen. Im Grunde genommen ist der vom Landrat gefasste Beschluss von 18,8 Millionen Franken ein Armutszeugnis aus der Sicht auf eine langfristige Vision des Verkehrskonzepts. Die Landrätin Beatrice Richard hat recht, es ist eine Fehlinvestition: Rein von einer Schonung von wertvollem Kulturland und Verwerfung von halbherzig wirkender Umfahrungsstrasse Stans West. Die Kommission Bau, Umwelt und Landwirtschaft (BUL), die Finanzkommission und die FDP – neuerdings entscheidungsschwach – finden sich nicht. Einmal mehr wird die Tieferlegung der Zentralbahn zwischen der hohen Gerbibrücke bis zum Wilrank in Oberdorf ausser Acht gelassen. Wo stecken wir eigentlich mit unserer Weitsicht?

Eigentlich müsste man einen Abänderungsantrag lancieren können, um die 18,8 Millionen Franken als Vorinvestition eines Planungskredites «Tieferlegung der Zentralbahn» in den Gemeinden Stans und Oberdorf auf ein Sperrkonto anzulegen. Nun aber wird die Kreditvorlage zur kantonalen Abstimmung an die Urne überwiesen. Geschätzte Nidwaldnerinnen und Nidwaldner: Lehnen Sie den Baukredit von 18,8 Millionen Franken kompromisslos ab. Im Einverständnis der Initianten «Bahnhof Stans unter das Terrain» Sepp Berchtold aus Stans und Walter Zimmermann aus Ennetmoos.

Meinrad Grüniger, Ennetbürgen