Die Stadt Luzern berät über «stadtverträglichen» Tourismus und ein neues Carregime

In Sachen Cars und Tourismus wurden in den letzten Jahren kritische Stimmen laut. Nun reagiert die Stadt: «Partizipativer Strategieprozess» heisst die Lösungsformel.

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Am Schwanenplatz steigen die Touristen aus den Cars – so auch beim Löwen- und Kasernenplatz. Parkieren dürfen die Cars bislang beim Inseli, Alpenquai, beim Lido und am Löwen- und Kasernenplatz. (Bild: Nadia Schärli, 15. März 2019)

Am Schwanenplatz steigen die Touristen aus den Cars – so auch beim Löwen- und Kasernenplatz. Parkieren dürfen die Cars bislang beim Inseli, Alpenquai, beim Lido und am Löwen- und Kasernenplatz. (Bild: Nadia Schärli, 15. März 2019)

(lil) Der Stadtrat will Leitlinien erarbeiten, die zeigen sollen, wie der Tourismus in Luzern «nachhaltig und stadtverträglich» gestaltet werden kann, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Weiter will er eine mehrheitsfähige Lösung im Bereich Carregime entwickeln. Darum werden zwei «partizipative Strategieprozesse» gestartet.

In den letzten Jahren seien vor allem von privater Seite verschiedene Infrastrukturprojekte zum Parkieren von Touristen vorgeschlagen und diskutiert worden, schreibt die Stadt weiter:

«Die kontroversen Diskussionen haben gezeigt, dass eine isolierte Beurteilung von Einzelprojekten nicht zielführend ist und dass es zuerst eine grundsätzliche Diskussion braucht.»

Ein partizipativer Strategieprozess soll Abhilfe schaffen: «In einem ersten Schritt soll unabhängig von konkreten Projekten ein gemeinsames Verständnis über die Zielsetzungen, Randbedingungen und Bewertungskriterien des künftigen Carregimes entwickelt werden. Erst in einem zweiten Schritt werden bestehende und allenfalls neue Projektideen an den Zielsetzungen gemessen und bewertet.»

Stadt stellt sich Grundsatzfragen zum Tourismus

Einen solchen Strategieprozess will der Stadtrat auch im Bereich Tourismus durchführen. Die stetige Zunahme an Gästen habe in den letzten Jahren kritische Stimmen hervorgerufen: «Vor diesem Hintergrund stellen sich in der Stadt Luzern Grundsatzfragen über die Zukunft des Tourismus.» Im Grossen Stadtrat wurde dazu im Januar 2019 die Motion «Vision Tourismus Luzern 2030» überwiesen. Diese verlangt, dass gemeinsam mit verschiedenen Akteuren strategische Leitlinien zur Entwicklung des Tourismus geschaffen werden, schreibt die Stadt weiter. Es gebe zahlreiche Faktoren, welche «sehr gute Voraussetzungen» schaffen, einen «nachhaltigen und stadtverträglichen Tourismus» in Luzern zu entwickeln: «Die Standortattraktivität von Luzern ist zeitlos, die Zusammenarbeit in der Zentralschweiz ist sehr gut, die Marke Schweiz ist etabliert und Luzern hat mit dem Cluster Hotel- und weiteren Fachschulen viel tourismusspezifisches Knowhow.»