Berufsweltmeisterschaft
Luzerner Informatiker belegt an den World Skills in Südkorea den sechsten Platz

Thomas Gassmann aus Uffikon hat in Südkorea an den World Skills teilgenommen. Neben der beruflichen Erfahrung schätzt er vor allem die Kontakte, die er am Wettkampf knüpfen konnte.

Marion Waldmann
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Thomas Gassmann hat bei den World Skills in Südkorea den sechsten Platz belegt.

Thomas Gassmann hat bei den World Skills in Südkorea den sechsten Platz belegt.

Bild: PD

In Südkorea fanden bis am Sonntag die World Skills in der Kategorie «IT Software Solutions for Business» statt. Für die Schweiz trat Thomas Gassmann aus Uffikon an. Damit ist er einer von vier World-Skills-Teilnehmenden aus der Zentralschweiz. Gassmann hat 2019 die Lehre zum Informatiker mit Fachrichtung Applikationsentwicklung abgeschlossen. An den World Skills hat der 22-Jährige den sechsten Rang belegt und die «Medallion of Excellence» erhalten. Am Tag danach berichtet er aus der Hauptstadt Seoul von seiner Erfahrung an den internationalen Berufsmeisterschaften.

Thomas Gassmann, wie ist Ihr Wettkampf gelaufen?

Thomas Gassmann: Es gab schon ein paar Punkte, die hätten besser laufen können. Bei manchen Dingen erfährt man erst nach dem Wettkampf, wie man sie richtig hätte machen müssen, das ist dann halt schade. Natürlich habe ich auf einen Podestplatz gehofft, aber bei den vorderen Plätzen entscheiden wirklich kleine Dinge über die Rangierung. Im Grossen und Ganzen ist es aber ein Resultat, mit dem ich zufrieden sein kann.

Wie war die Stimmung unter den Teilnehmenden?

Für mich war es extrem interessant, Leute kennen zu lernen, die zwar im selben Bereich arbeiten wie ich, aber eine völlig andere Kultur und einen anderen Hintergrund haben. Wo die Sprachbarriere es nicht verhindert hat, haben wir viel miteinander gesprochen und uns ausgetauscht. Während des Wettkampfs hat man die gegenseitige Unterstützung gespürt, das war nicht nur Konkurrenzdenken. In den Pausen halfen wir uns gegenseitig, wenn jemand Probleme hatte.

Haben Sie auch etwas von Südkorea mitbekommen?

Es ist immer interessant, zu sehen, wie das Leben in anderen Ländern funktioniert. Deshalb fand ich es cool, dass der Wettkampf hier in Südkorea stattgefunden hat. Und natürlich ist das Land im technischen Bereich auch ein Hotspot, so stammen die Technologiefirmen Samsung und LG aus Seoul. Nach unserer Ankunft haben wir mit der Schweizer Delegation eine Stadtführung in Seoul gemacht und vor der Schlusszeremonie am Montag waren wir auch beim Seoul Tower.

Was haben Ihnen die World Skills persönlich gebracht?

Diese Tage, an denen wir während insgesamt 21 Stunden am Testprojekt gearbeitet haben, werden mir stark in Erinnerung bleiben. Beruflich bringt es mir sicher einen Vorteil, da ich durch die Vorbereitung sehr viel gelernt habe. Auch die wertvollen Kontakte, die ich knüpfen konnte, sind nicht zu unterschätzen. Aber vor allem hat mir der Austausch mit den Teilnehmenden der anderen Länder gefallen und ich konnte neue Freundschaften schliessen. Insgesamt wird mir die Erfahrung im Leben viel bringen.