Damit deutet der Indikator laut KOF weiterhin auf eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung der Schweiz in den kommenden Monaten hin.

Der ausgewiesene Wert liegt im Rahmen der Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 100,0 und 103,2 Punkten prognostiziert. Den leichten Rückgang führte die KOF insbesondere auf negative Entwicklungen der Indikatoren des Verarbeitenden Gewerbes, der Exportindustrie sowie des Gastgewerbes zurück. Positiv hätten sich hingegen die Indikatoren des Banken- sowie des Baugewerbes entwickelt.

Negative Aussichten für Exporte

Im Produzierenden Gewerbe, also dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Bau, deuten laut KOF die Indikatoren für die Beschäftigung, die Lage, die Produktion, die Hemmnisse und die Kapazitäten auf eine positive Entwicklung hin. Allerdings würden diese von den negativen Aussichten für die Aufträge, die Wettbewerbssituation, die Vorprodukte, der Ertrag sowie die Exporte wieder ausgeglichen.

Der insgesamt negative Beitrag des Verarbeitenden Gewerbes zum Gesamtbarometer sei derweil auf die eingetrübten Perspektiven in der Chemie-, der Papier- und der Metallindustrie zurückzuführen, hiess es weiter. Positiv hätten sich die Indikatoren für die Nahrungs-, die Holz- und die Elektroindustrie entwickelt.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus 273 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.