ABB

Wegen Corona-Virus: Alle ABB-Fabriken in China sind diese Woche geschlossen

Der Elektrotechnik- und Automationskonzern ABB hat mit dem Corona-Virus zu kämpfen.

Der Elektrotechnik- und Automationskonzern ABB hat mit dem Corona-Virus zu kämpfen.

ABB muss Massnahmen gegen den Corona-Virus ergreifen: Der Weltkonzern schliesst Fabriken vorübergehend und kauft in Dubai rund 200000 Gesichtsmasken ein.

China ist für ABB längst zu einem Schlüsselmarkt geworden. Der Weltkonzern beschäftigt in dem Riesenmarkt rund 20000 Menschen. Entsprechend hat ABB nun mit dem Ausbruch des Corona-Virus zu kämpfen. Verwaltungsratspräsident und Interims-CEO Peter Voser beschrieb heute Mittwoch anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen einige der Massnahmen von ABB im Kampf gegen den Virus.

So werden diese Woche unter anderem sämtliche Fabriken von ABB in China geschlossen. Voser wollte keine Angaben machen, um wie viele Fabriken es sich handelt. Er sagte jedoch, dass rund 15 Prozent des gesamten Umsatzes von 2019 in China erwirtschaftet wurden.

ABB verfügt über Ausweichmöglichkeiten

Voser wollte sich auch nicht dazu äussern, ob die Schliessung nun die weltweiten Wertschöpfungsketten von ABB empfindlich treffen werde. Er betonte, man verfüge über zahlreiche Ausweichmöglichkeiten. Auch über die Folgen für das gesamte Geschäftsjahr machte Voser keine Aussagen. Dafür sei es viel zu früh.

Im Allgemeinen wird noch davon ausgegangen, dass die Wirtschaft in China sich nach einem kurzen Einbruch recht schnell erholen wird. In den Zahlen für 2020 würde man dann nur eine geringe Wirkung sehen. Andererseits stützen sich solche Einschätzungen auf wenige historische Erfahrungswerte. So war beispielsweise die chinesische Wirtschaft noch weit weniger wichtig für die Weltwirtschaft als sie vor 17 Jahren vom Sars-Virus getroffen wurde.

Oberste Priorität: die Mitarbeiter gesund behalten

Voser beschrieb auch einige der Massnahmen, mit denen ABB seinen Mitarbeitern in China helfen will. Man wolle die Mitarbeiter gesund halten, damit man nach dem Abflauen des Virus wieder durchstarten könne. ABB habe keine Mitarbeiter aus China evakuiert. Wenn jedoch Mitarbeiter nach den Ferien zurückkehren würden aus Regionen, die vom Virus betroffen waren, dann würden diese 14 Tage lang isoliert. Sie hätten keine Erlaubnis, irgendwelche ABB-Standorte zu betreten. Auch seien Reisen nach China stark eingeschränkt worden. Dafür brauche es Bewilligungen von der höchsten Stufe.

ABB kauft 200000 Gesichtsmasken

Nicht zuletzt habe ABB rund 200000 Gesichts-Masken in Dubai eingekauft, die nun in China verteilt würden. ABB: «Masken sind in China ein sehr rares Gut geworden.» Generell, so Voser, gehe es in China darum, möglichst bald zu einer möglichst normalen Funktionsweise zurückkehren zu können.

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