Adler Modemärkte AG

Wegen Corona: Deutsche Modekette insolvent – auch Läden in der Schweiz betroffen

Eine von über 170 durch die Insolvenz betroffenen Filialen: Der Adler Modemarkt in Wilen bei Wil soll dennoch offenbleiben.

Eine von über 170 durch die Insolvenz betroffenen Filialen: Der Adler Modemarkt in Wilen bei Wil soll dennoch offenbleiben.

An über 170 Standorten in Europa betreibt die Adler Modemärkte AG Filialen für Erwachsenenkleider. Nun bricht Corona dem Unternehmen das Genick. Betroffen sind auch Läden im Thurgau und in Graubünden.

(sat/dpa) Grund für die Zahlungsunfähigkeit sei der Coronalockdown. Dies teilte das deutsche Unternehmen am Sonntagabend mit. Ziel ist es demzufolge, die Unternehmensgruppe über einen Insolvenzplan zu sanieren. Dabei soll der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortgeführt werden. Es sei nicht möglich gewesen, die insbesondere durch den Lockdown in Deutschland entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds oder durch Investoren zu schliessen.

Die Adler Modemärkte AG betreibt nach eigenen Angaben 172 Modemärkte. Die meisten davon befinden sich in Deutschland, Österreich und Luxemburg. Es gibt aber auch zwei Adler-Märkte in der Schweiz – je einen in Wilen bei Wil und in Chur. Hinzu kommt ein Onlineshop. Der Fokus der Geschäfte und des Shops liegen auf der Altersgruppe ab 55 Jahren. Laut eigenen Angaben beschäftigt das 1948 gegründete Unternehmen insgesamt 3350 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von knapp einen halben Milliarde Euro.

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