Berufsverbot

Waespi verteidigt sich: «Finma-Entscheid ist völlig unverhältnismässig»

Die Finma nennt den ehemaligen Bank-Coop-CEO Andreas Waespi als Hauptverantwortlichen für die Marktmanipulation und erliess ein Berufsverbot von 3 Jahren. Der angeschossene Banker gibt sich in einer ersten Stellungnahme kämpferisch.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Bank Coop heute morgen wegen jahrelanger Kursmanipulation gerügt. Der ehemalige CEO Andreas Waespi erhält ein Berufsverbot von drei Jahren. Er wird nun nicht Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank (AKB).

Während die Bank Coop die Rüge der Finma akzeptiert, wehrt sich der Banker in einer ersten Stellungnahme gegen die Vorwürfe: «Der Entscheid der FINMA ist völlig unverhältnismässig und auch nicht nachvollziehbar», schreibt Waespi auf Anfrage der «Nordwestschweiz».

Es sei ihm wichtig, zu betonen, dass er sich in keiner Weise bereichert habe und auch nie Anleger zu Schaden gekommen seien.

Und weiter: «Ich werde eine Anfechtung des FINMA-Entscheids prüfen.» Seine Konsequenzen aus dem Finma-Entscheid habe er dennoch gezogen: «Meine Stelle als designierter Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank werde ich nicht antreten. Von meinem Amt als Verwaltungsratspräsident bei der Swisscanto Holding AG bin ich zurück getreten.»

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