Österreich

Verkehrschaos in Österreich bleibt trotz Fahrverboten aus

Bereits 2005 blockierten Demonstranten die Tauernautobahn,  um gegen den wachsenden Transitverkehr zu protestieren. (Archivbild)

Bereits 2005 blockierten Demonstranten die Tauernautobahn, um gegen den wachsenden Transitverkehr zu protestieren. (Archivbild)

Das befürchtete Verkehrschaos in Tirol und im Salzburger Land ist trotz Fahrverboten und dem Ferienbeginn im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ausgeblieben. Das Verkehrsaufkommen sei wesentlich geringer als in der Vorwoche, grosse Staus gab es daher nicht.

"Hier läuft alles wider Erwarten harmlos", sagte ein Sprecher der Tiroler Polizei am Samstag. Auch das Land Salzburg teilte mit, dass die Verzögerungen zwischen München und Salzburg nicht grösser gewesen seien als in der Ferienzeit üblich.

Auf der Tauernautobahn, entlang derer am Wochenende erstmals Fahrverbote durchgesetzt wurden, kam es den Angaben zufolge ebenso zu keinen Verzögerungen für die Reisenden.

Die beiden österreichischen Bundesländer sperren derzeit an Wochenenden typische Ausweichrouten, damit Reisende bei Stau auf der Autobahn nicht durch die umliegenden Dörfer fahren. Tirol setzt die Wochenend-Fahrverbote bereits seit einigen Wochen durch, das Land Salzburg zog mit den Sperrungen entlang der Tauernautobahn nun nach.

Weil sowohl im einwohnerstärksten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen als auch in einigen Teile der Niederlande die Sommerferien an diesem Wochenende begonnen haben, war ein Verkehrschaos befürchtet worden.

Politisch haben die Massnahmen einen Verkehrsstreit zwischen Deutschland und Österreich ausgelöst. Die beiden Verkehrsminister Andreas Scheuer und Andreas Reichhardt sowie Tirols Landeschef Günther Platter treffen sich laut Platter am 25. Juli in Berlin zu einem Gespräch über die Verkehrssituation.

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