Wirtschaft

USA erteilen Novartis Zulassung für Test von Malaria-Medikament gegen Coronavirus

Der Basler Pharmariese Novartis will 130 Millionen neue Dosen eines Medikaments gegen die Coronapandemie spenden.

Der Basler Pharmariese Novartis will 130 Millionen neue Dosen eines Medikaments gegen die Coronapandemie spenden.

Im Kampf gegen die Coronapandemie will Novartis 130 Millionen Dosen eines Malaria-Medikaments spenden. Nun erhält der Basler Pharmariese in den USA die Zulassung, Hydroxychloroquin an Covid-19-Patienten zu testen.

(sat) Wie Novartis am Montag mitteilte, dürfen die beiden Malariamedikamente Hydroxychloroquin und das verwandte Chloroquin in den USA nun in einer sogenannten Phase-III-Studie an Patientinnen und Patienten getestet werden. Diese Tests fänden an Covid-19 erkrankten Personen in verschiedenen Spitälern statt. Die Studie sei schnell konzipiert und von den US-Gesundheitsbehörden bewilligt worden. Dies nachdem «frühzeitig präklinische und klinische Beweise» dafür vorlagen, dass namentlich Hydroxychloroquin den Erkrankten helfen könne. Bislang verfügt Novartis respektive dessen Tochtergesellschaft Sandoz nur in den USA über die Zulassung von Hydroxychloroquin. In Europa soll diese nun ebenfalls beantragt werden.

Novartis hatte bereits Anfang April angekündigt, nach einer allfälligen Zulassung bis Ende Mai bis zu 130 Millionen 200-mg-Dosen Hydroxychloroquin zu spenden einschliesslich des derzeitigen Bestands von 50 Millionen Dosen. Am Montag schreibt nun Novartis dazu: «Das Unternehmen prüft derzeit die weitere Ausweitung der Kapazitäten zur Steigerung des Angebots und arbeitet eng mit Herstellern auf der ganzen Welt zusammen», dies um die weltweite Nachfrage befriedigen zu können. Weiter schreibt das Basler Pharmaunternehmen, dass es auch sein geistiges Eigentum an Hydroxychloroquin zur Verfügung stellen werde, um einen breiten Zugang zu dem Medikament zu ermöglichen.

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