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US-Finanzaufseher beanstanden Notfallpläne von sechs Grossbanken

US-Behörden wie die US-Notenbank haben die Pläne von sechs Grossbanken für eine Abwicklung im Krisenfall bemängelt. (Symbolbild)

US-Behörden wie die US-Notenbank haben die Pläne von sechs Grossbanken für eine Abwicklung im Krisenfall bemängelt. (Symbolbild)

Die US-Finanzaufsichtsbehörden haben Schwächen bei den Notfallplänen grosser heimischer Banken beanstandet. Bei der Bank of America, Bank of New York Mellon, Citigroup und Morgan Stanley sowie State Street und Wells Fargo seien Unzulänglichkeiten festgestellt worden.

Dies teilten die US-Notenbank Fed und die Einlagensicherung FDIC am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Es handele sich dabei nicht um schwerwiegendere Mängel, doch die Pläne müssten bis Ende März 2020 nachgebessert werden.

JPMorgan Chase und Goldman Sachs bestanden diesmal ohne Einwände. Die acht Grossbanken sind nach Ansicht der Aufseher aber im Grossen und Ganzen ausreichend auf eine Abwicklung im Krisenfall vorbereitet, hiess es weiter.

Mit den "Testamenten" sollen die grössten Banken eine für die restliche Finanzwelt risikolose Selbstabwicklung im Fall der eigenen Pleite sicherstellen. Die Notfallpläne wurden als Reaktion auf die letzte grosse Finanzkrise eingeführt, die im Jahr 2008 mit dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers eskaliert war und die Weltwirtschaft schwer erschüttert hatte. Die "Testamente" sollen verhindern, dass Bankenpleiten erneut zulasten der Steuerzahler gehen.

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