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UBS-Filialabbau: So glimpflich kommt die Region Aargau/Solothurn davon

Die UBS-Filiale in Reinach AG, die von der Grossbank erst 2013 bezogen wurde, wird im Zug des Sparprogramms geschlossen.

Die UBS-Filiale in Reinach AG, die von der Grossbank erst 2013 bezogen wurde, wird im Zug des Sparprogramms geschlossen.

44 von schweizweit 240 Filialen will die UBS 2021 abbauen. Vor allem kleinere Geschäftsstellen sollen davon betroffen sein. Die Region Aargau/Solothurn kommt von allen zehn UBS-Regionen am glimpflichsten davon. Nur eine Filiale wird geschlossen.

Erst im Frühjahr 2013 bezog die UBS in Reinach ihre neue Geschäftsstelle im «Casa Schneggli». Jetzt fällt die Filiale beim Lindenplatz der ersten Sparübung unter dem neuen UBS-CEO Ralph Hamers zum Opfer, wie am Dienstag bekannt wird. Nach nur sieben Jahren.

«Die Zeit steht nicht still – die eigentlichen Schaltertransaktionen haben sich in dieser Zeit mehr als halbiert. Parallel dazu hat die digitale Nutzung der Dienstleistungen enorm stark zugenommen», erklärt UBS-Regionaldirektor Thomas Sommerhalder.

Zugleich versichert er, dass Bancomat und Multimat (ermöglicht Einzahlungen, Auszahlungen und das Begleichen von Rechnungen) selbstverständlich bestehen bleiben. Und Sommerhalder weiter: «Auf Wunsch der Kunden wir sie auch zuhause besuchen.»

Keine Schliessung 2020, nur eine 2021 – keine andere UBS-Region ist so schlank aufgestellt

So tragisch eine solche Schliessung für eine Gemeinde auch sein mag, im gesamtschweizerischen Vergleich kommt die Region Aargau/Solothurn beim UBS-Filialabbau glimpflich davon. Während im Aargau die Filiale in Reinach gestrichen wird, bleibt in Solothurn gar alles beim Alten.

Andere Regionen trifft es da deutlich härter. Allen voran die Romandie (Waadt, Neuenburg, Jura, Freiburg), wo es zu sieben Schliessungen kommt. Auch das Wallis (sechs Schliessungen), Bern und die Ostschweiz (je fünf Schliessungen) lassen deutlich mehr Federn als das Mittelland.

Kurz: Von allen zehn UBS-Regionen kommt keine so gut davon wie die Region Aargau/Solothurn. «Wir hatten historisch gesehen im Vergleich zu den übrigen Regionen weniger Filialen gehabt. Dabei haben wir in der Vergangenheit aber bewiesen, dass wir trotzdem substanziell wachsen konnten», so Sommerhalder. Und er fügt an:

Beleg dafür ist auch die Tatsache, dass die UBS in der Region im vergangenen Jahr gänzlich auf Schliessungen verzichtete, während schweizweit bereits 2020 28 UBS-Filialen geschlossen wurden.

Der CS-Abbau traf den Kanton Aargau viel härter

Ganz anders war die Situation beim Abbau der Credit Suisse. 37 Filialen strich die zweite Grossbank des Landes im Coronajahr. Das Ende der NAB bedeutete auch das Ende von 18 von insgesamt 30 gemeinsamen Filialen von NAB und CS. Damit trug der Kanton Aargau damals fast die Hälfte des schweizweiten Abbaus. Rund 200 Stellen gingen im Kanton verloren.

Und damit zurück nach Reinach zur einzigen UBS-Filiale in der Region, die per Ende März geschlossen wird. Was passiert mit den Mitarbeitenden? «Voraussichtlich werden die fünf Mitarbeitenden neu in Aarau arbeiten und ihre Kunden von da aus betreuen», sagt Thomas Sommerhalder.

Entlassungen, das versichert er, soll es keine geben. Sommerhalder: «Wir haben bereits in der Vergangenheit unsere Strukturen dauernd den Verhältnissen angepasst. Dabei ist es nie zu Entlassungen gekommen. Das wird auch diesmal so sein.»

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