Wirtschaft

Syndicom fordert bessere Bedingungen für Weiterbildungen in der Informationsbranche

In der ICT-Branche brauche es eine vorausschauende Weiterbildungspolitik, fordert Syndicom.

In der ICT-Branche brauche es eine vorausschauende Weiterbildungspolitik, fordert Syndicom.

Um gegen den Fachkräftemangel in der Informationsbranche vorzugehen, braucht es laut der Gewerkschaft Syndicom einen Paradigmenwechsel im Bereich der Weiterbildung.

(agl) Laut einer Umfrage der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Auftrag von Syndicom haben im letzten Jahr 50 Prozent der Befragten eine Weiterbildung besucht. Die Verantwortung dafür liege primär bei den Beschäftigten der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) selbst. Hier will die Gewerkschaft nun ansetzen.

«Rund 30 Prozent der ICT-Beschäftigten konnten sich nicht in dem Umfang weiterbilden, wie sie es sich gewünscht hätten», erklärte Syndicom-Zentralsekretär Daniel Hügli gemäss Redetext am Dienstag bei der Präsentation der Studie. Dies zeige, dass es in den Unternehmen künftig verbindliche Regeln brauche, die Anspruch auf Weiterbildung für alle festlegen.

Junge, gut ausgebildete Männer profitieren

Die Studie zeigt weiter, dass sich Regelungen zu Weiterbildungen in Arbeitsverträgen positiv auf die Konditionen für die Mitarbeitenden und die finanzielle Unterstützung auswirken. Diejenigen ohne Regelungen sähen sich häufiger dazu gezwungen, aus Zeitmangel auf eine Weiterbildung zu verzichten. Als positives Beispiel verweist Syndicom auf den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit Swisscom, in dem fünf bezahlte Tage für Weiterbildungen enthalten sind.

Die Studie ergab auch, dass von Weiterbildungen insbesondere jüngere Männer mit hohem Bildungsabschluss profitieren. Politik und ICT-Branche sind laut Syndicom gefordert, für alle zugängliche Massnahmen zu unterstützen und umzusetzen. Mit einem Paradigmenwechsel könne das Wissen im Unternehmen erhalten, Personalabbau reduziert und Kosten für Neueinstellungen verhindert werden.

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