Spital Rheinfelden
Spital mit neuen Kapazitäten

Der Erweiterungsbau am Spital Rheinfelden kostete 13,7 Millionen Franken. Auf eines ist Kurt Jakober, Präsident Stiftungsrat und Baukommission, besonders stolz: «Wir haben das mit eigenen Mitteln ohne Bankkredit realisiert.»

Drucken
Teilen
Spital Rheinfelden

Spital Rheinfelden

Aargauer Zeitung

Peter Rombach

«Wir gehen gestärkt in die Zukunft», betonte Jakober zu Beginn der Feierstunde im Spital Rheinfelden. Prekäre Platzverhältnisse seien nun behoben. Er verhehlte nicht, dass ihm die Politik vor Jahren schon wenig Hoffnung auf staatliche Zuschüsse gemacht habe - nicht zuletzt angesichts der ständigen Diskussion um Bettenkapazitäten und Kostenexplosion im Gesundheitswesen.

Adrian Schmitter Der Generalsekretär des Departements Gesundheit und Soziales spricht an der Feier im Regionalspital.

Adrian Schmitter Der Generalsekretär des Departements Gesundheit und Soziales spricht an der Feier im Regionalspital.

Aargauer Zeitung

Nun steht am Standort Rheinfelden eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Gynäkologie und Radiologie erhielten neue Kapazitäten, die Notfallaufnahme und der ambulante Bereich sind modernisiert, es gibt eine neue Privatabteilung mit 18 Betten. «Ärzte und übriges Personal finden verbesserte Arbeitsabläufe vor», unterstrich Kurt Jakober.

«Dies ist das erste Spital im Kanton, das ohne Zuschüsse auskommt», staunte Adrian Schmitter, Generalsekretär im Aargauer Departement für Gesundheit und Soziales. Das sei ein aussergewöhnliches und ein nachahmenswertes Beispiel. Der Leistungsauftrag am Gesundheitszentrum Fricktal stimme; ein Spital müsse sich marktwirtschaftlichen Kriterien stellen, obwohl der Gesundheitsmarkt heutzutage stärker reglementiert sei als die Landwirtschaft.

Bei dieser Gelegenheit nannte Schmitter einige Kriterien für den Erfolg: Qualität, optimale Kostenstruktur, gute regionale Verbundenheit, hohe Akzeptanz und Konkurrenzfähigkeit. Und er hielt nicht mit Lob hinter dem Berg zurück: «Das ist ein gut geführtes Spital, das mit dem Erweiterungsbau sein Fundament für eine gute Zukunft gesetzt hat.»

Dass der Anbau bei laufendem Spitalbetrieb ausgeführt werden musste, stellte an Planer, Baufachleute und nicht zuletzt Spitalpersonal besondere Anforderungen. Darauf wies Hans Setz als Vertreter der Generalunternehmung AG aus Brugg hin. Rund neunzig Auftragnehmer hätten am Projekt gearbeitet. «Alles deutet auf eine Kostenunterschreitung hin», gab sich Setz optimistisch.

Als Dank für die «optimale Zusammenarbeit» überreichte er Kurt Jakober 8000 Franken als Beitrag für ein noch zu realisierendes Kunstobjekt.

Aktuelle Nachrichten