Arbeitsmarkt

«So hoch wie nie»: Die Anzahl von Jobs erreicht einen Allzeitrekord

Die Anzahl der Stellen in der Schweiz hat nicht zuletzt dank der brummenden Bauwirtschaft weiter zugenommen. (Archivbild)

Die Anzahl der Stellen in der Schweiz hat nicht zuletzt dank der brummenden Bauwirtschaft weiter zugenommen. (Archivbild)

Der Jobboom geht weiter. In einem Jahr sind in der Schweiz rund 67'000 neue Arbeitsplätze entstanden. Damit erreicht die Anzahl von Stellen einen neuen Rekordwert: 5,15 Millionen.

"Die Beschäftigung war im dritten Quartal so hoch wie nie", teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mit. Innert Jahresfrist habe die Zahl der Stellen nochmals um 67'000 zugenommen. Dabei brummte der Jobmotor sowohl in der Industrie und auf dem Bau als auch im Dienstleistungssektor. "Die Gesamtbeschäftigung (sekundärer und tertiärer Sektor) ist seit dem ersten Quartal 2010 ununterbrochen gestiegen".

Wie das Bundesamt für Statistik weiter berichtet war im sekundären Sektor das Beschäftigungswachstum sowohl im Abschnitt «Verarbeitendes Gewerbe» (8000 neue Jobs) als auch im Abschnitt «Baugewerbe» (+4000) positiv.

Auch der tertiäre Sektor entwickelte sich mehrheitlich positiv. Das stärkste Wachstum ist im Abschnitt «Verkehr und Nachrichtenübermittlung» zu beobachten (+9000). Im Abschnitt «Gastgewerbe» hingegen nahm die Beschäftigung nur um 0,7% (+2000) zu.

Im 3. Quartal 2019 zeigte die Entwicklung der Beschäftigung in allen Grossregionen nach oben: Im Jahresvergleich nahm die Beschäftigung zwischen 0,6% (Espace Mittelland) und 2,2% (Genferseeregion) zu.

Im sekundären Sektor hingegen zeigt sich ein gemischtes Bild. So sank die Beschäftigung in der Nordwest- und in der Zentralschweiz leicht (-0,1% respektive -0,7%). Im tertiären Sektor wurden überall netto mehr Jobs geschaffen. Alle Grossregionen verzeichneten einen Anstieg der Beschäftigten.

Eingetrübte Aussichten

Der Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur hinterher: in einem Zyklus erreicht er den Höhepunkt meistens dann, wenn sich die Konjunktur schon wieder abkühlt. Dieses Muster könnte sich nun wiederholen. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist leicht gesunken (1,03; -0,2%).

Im sekundären Sektor zeigt sich dies schon recht deutlich: der Indikator ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (1,03, -2,1%). Das deckt sich mit Meldungen des Industrieverbands Swissmem, der kürzlich berichtete: Der Abschwung komme schnell und massiv. Im tertiären Sektor hingegen hat der Indikator für die Beschäftigungsaussichten noch leicht zugenommen hat (1,03; +0,3%). 

Im 3. Quartal 2019 repräsentieren die Unternehmen, welche den Personalbestand im nächsten Quartal beibehalten wollen, 72% der Gesamtbeschäftigung (72,1% im Vorjahresquartal). Diejenigen Unternehmen, die eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl planen, vertreten 9,9% der Beschäftigten (10,3% im Vorjahresquartal) und jene welche einen Beschäftigungsabbau beabsichtigen, 4,3% (4,3% im Vorjahresquartal). (sda/nav)

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