1. Zahlen Sie in Lokalwährung statt in Schweizer Franken. 

Egal, ob Sie mit der Karte die Hotelrechnung begleichen oder in einem Laden Souvenirs kaufen: Wählen Sie niemals die Option, in Schweizer Franken zu zahlen. Die Gebühren sind bis zu doppelt so hoch, als wenn Sie die Lokalwährung auswählen. Drittanbieter zwacken Geld für die Kursumrechnung ab. «Diese Gebühren können mehrere Prozente betragen», sagt Finanz-Experte Benjamin Manz vom OnlineVergleichsdienst «moneyland.ch».

2. Beziehen Sie Bargeld mit der Debit-Karte. 

An Bancomaten kommen Sie mit Debitkarten deutlich besser weg als mit Kreditkarten – und zwar nicht nur im Ausland. Benutzen Sie also beim Geld-Abheben Ihre Maestro-, V-Pay- oder Postfinance-Karte. Diese Anbieter verrechnen im Ausland pro Bargeldbezug meist den fixen Betrag von fünf Franken. Da bei Debitkarten die Gebühren also meistens unabhängig sind von der Höhe des Betrags, kann es sich rechnen, viel Geld auf einmal zu beziehen – je nach Sicherheitslage des Landes natürlich. Bei Kreditkarten sind es oft vier Prozent des Betrags, allerdings mindestens 10 Franken. Hüten sollte man sich vor freistehenden Geldautomaten, etwa an Flughäfen. «Bei solchen Automaten haben wir schon Gebühren von mehr als zehn Prozent gesehen», sagt Manz.

3. Zahlen Sie kleine Beträge mit der Kredit-, grosse mit der Debitkarte.

Bei Einkäufen bis etwa 100 Franken lohnt es sich, die Kreditkarte zu zücken. Die Banken rechnen häufig zwei bis fünf Prozent als Wechselkurs- und Bearbeitungszuschlag zum eigentlichen Preis hinzu. Bei vielen Debitkarten hingegen wird im Ausland ein Fixbetrag fällig, meist etwa Fr. 1.50 pro Zahlung. Deshalb fahren Sie bei grösseren Beträgen mit der Debitkarte besser.

4. Geldwechsel: Vorsicht bei exotischen Währungen. 

Bei Hauptwährungen wie Euro und Dollar sind die Gebühren-Unterschiede meist nicht riesig. Sie können sowohl in der Schweiz am Bancomaten, am Schalter der Hausbank oder im Ausland mit der Debitkarte Geld beziehen. «Bei exotischeren Währungen wie dem thailändischen Baht kommt es hingegen günstiger, wenn man die Währung direkt im Ausland bezieht – das gilt vor allem für grössere Beträge», sagt Manz. Am sinnvollsten ist dann der Bezug mit der Debitkarte an einem Bancomaten, der keine zusätzlichen Gebühren verlangt, anstelle des Gangs in die Wechselstube. Travelers Cheques werden in der Schweiz übrigens seit Jahren nicht mehr ausgestellt. Beim Nachfolger, der Travel Cash Card, bezahlt man beim Aufladen 1,5 Prozent Provision, beim Bargeldbezug fünf Franken und beim Bezahlen in Geschäften einen Franken.

5. Schauen Sie sich die Angebote von digitalen Neo-Banken an.

Neue digitale Angebote können das Ferien-Budget schonen. Etwa die internationalen Karten von den Neo-Banken Revolut oder Transferwise. «Sie lohnen sich vor allem für Personen, die regelmässig ins Ausland gehen», sagt Manz. Die Aufschläge auf die Wechselkurse sind wesentlich tiefer als bei etablierten Banken. «Revolut und Transferwise bieten häufig Interbanken-Kurse, während Schweizer Banken einen Aufschlag von mehreren Prozent verlangen», so Manz. Nachteile sind eine schlechte Akzeptanz zum Beispiel bei Autovermietungen und möglicherweise ein höheres Risiko, weil die Unternehmen noch sehr jung sind. Beim Zahlen mit Apple Pay und Google Pay fallen laut Manz die normalen Gebühren der Kreditkarte an, die Sie hinterlegt haben.

6. Googeln Sie, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Viele Länder haben besondere Bestimmungen im Umgang mit Geld. Vor allem kommunistische Staaten. Beispiel Kuba: Debit-Karten werden nicht akzeptiert und die Ein- und Ausfuhr der Währung ist verboten. Eine kurze Google-Suche zum Zielland vor der Abreise ergibt also Sinn.