Wirtschaft

Schweizer Tierschutz kritisiert: Markt für Labelfleisch ist zu wenig attraktiv

Der Schweizer Tierschutz kritisiert, dass tierfreundlich produziertes Fleisch beim Verkauf bewusst benachteiligt werde. (Symbolbild)

Der Schweizer Tierschutz kritisiert, dass tierfreundlich produziertes Fleisch beim Verkauf bewusst benachteiligt werde. (Symbolbild)

Laut einer Studie des Schweizer Tierschutz wirkt sich die hohe Differenz der Preise von tierfreundlichem und konventionell produziertem Fleisch negativ aufs Tierwohl aus. Es herrsche «Dumping auf Kosten der Tiere».

(dpo) Der Schweizer Tierschutz (STS) analysierte in einer Recherche das Preisgefüge zwischen konventionell produziertem Fleisch und sogenanntem Labelfleisch. Wie der STS am Freitag mitteilt, steht Labelmarkt-Fleisch – also nach bio-, Naturafarm-, Terrasuisse- oder nach anderen Kriterien produziertes Fleisch – wegen stagnierenden oder rückläufigen Preisen in der Schweiz unter Druck.

Laut STS gründet die Ursache für diese Stagnation in einer «verzerrten Preissituation». Nachhaltig produziertes Fleisch werde im Markt preislich nämlich bewusst unattraktiv positioniert. Mit diesem «Dumping auf Kosten der Tiere» würden die Preise von konventionellem Fleisch künstlich tief gehalten. So könne das Potenzial von Labelprodukten nicht genügend ausgeschöpft werden, erklärt der Tierschutz.

Der STS verlangt darum in seiner Mitteilung vom Bund, dass er durch Anreize für Tierwohlleistungen und einem Ausbau der Tierwohlprogramme zugunsten von nachhaltigen Fleischerzeugnissen lenkend eingreife.

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