Wirtschaft

Schweizer sind Vorreiter beim nachhaltigen Investieren, doch es gibt noch Luft nach oben

Über die Hälfte der Befragten ist bereit, in saubere Technologien zu investieren.

Über die Hälfte der Befragten ist bereit, in saubere Technologien zu investieren.

43 Prozent der Schweizer Investorinnen und Investoren haben bereits in nachhaltige Anlagen investiert. Die Bereitschaft verantwortungsvoll Geld anzulegen, ist hoch. Doch laut einer neuen Studie fehlt es noch an passenden Produkten und Transparenz.

(agl) «Die Zukunft des Investierens ist ethisch und grün», heisst es in einer Mitteilung von Axa Investment Managers, die die internationale Studie durchgeführt haben. Bei den untersuchten Ländern steht Singapur insgesamt an der Spitze. Dort haben 56 Prozent bereits nachhaltig investiert. Beim Schlusslicht Grossbritannien sind es lediglich 25 Prozent.

Unter den europäischen Ländern in der Studie steht die Schweiz beim verantwortungsvollen Investieren mit 43 Prozent ganz vorne. Den Befragten sei es wichtig, in Unternehmen zu investieren, welche die sogenannten ESG-Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung erfüllen. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, betrachten 69 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer Umweltveränderungen auch als den wichtigsten Trend, der ihr Leben beeinflussen wird.

Schweizer wünschen sich ein besseres Angebot und Transparenz

54 Prozent sind in der Folge auch bereit, in saubere Technologien zu investieren, 49 Prozent wollen Kapital im nachhaltigen Konsum anlegen. Zwei drittel von den Befragten, die noch keine ESG-Anlagen besitzen, bemängeln jedoch das Produktangebot. Knapp 40 Prozent wünschen sich mehr Transparenz und einen Beweis der Nachhaltigkeit.

Das heutige Produktangebot sei heute nur beschränkt auf die Bedürfnisse der Anleger ausgerichtet, wird André Thali von AXA Investment Managers Schweiz in der Mitteilung zitiert. «ESG- und andere zukunftsgerichtete Kriterien müssen an Bedeutung gewinnen, wenn die Bedürfnisse der Schweizer Investoren abgedeckt werden sollen». Laut der Mitteilung könnte die Finanzbranche nicht nur beim Angebot, sondern auch bei Transparenz und Beratung bessere Arbeit leisten.

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