Wirtschaft

Schweizer Detailhändler verzeichneten im Juni sinkende Umsatzzahlen

Die Umsätze im Detailhandel fielen im Juni schlechter aus als noch im Mai.

Die Umsätze im Detailhandel fielen im Juni schlechter aus als noch im Mai.

Auch nach dem Ende des Lockdowns schwanden die Umsätze im Detailhandel weiter. Dies zeigen provisorische Daten des Bundes. Verglichen mit dem Juni 2019 gibt es jedoch ein leichtes Plus.

(wap) Im Juni sanken die Detailhandelsumsätze gegenüber dem Mai um 3,8 Prozent. Dies meldete das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich allerdings eine Steigerung um 0,4 Prozent. Die Zahlen berechnen die Teuerung mit ein. Grosse Unterschiede zeigen sich zwischen den verschiedenen Branchen: Betrachtet man nur den Detailhandel ohne Tankstellen, ergibt sich gegenüber dem Juni 2019 ein Wachstum von 2,9 Prozent. Bei den Tankstellen zeichnet sich jedoch ein Minus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ab.

Verglichen mit dem Vormonat Mai sanken die Umsätze im Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren um 10,1 Prozent. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor registrierte ein Plus von 2,4 Prozent.

Je nach Branche gibt es Gewinner und Verlierer

Gut geht es dem Detailhandel im Bereich «Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf». Hier meldet das BFS ein Wachstum von 19,7 Prozent. Bei «Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik» beträgt das Wachstum gar 43,8 Prozent. Profitiert hat auch der Versandhandel, hier stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,8 Prozent.

Die grossen Verlierer sind Geschäfte, die Bekleidung, Schmuck und Uhren anbieten, sowie die Apotheken: Hier sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,7 Prozent gesunken. Dies sei jedoch das kleinste Minus seit dem März, so das BFS.

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