Aussenhandel

Schweizer Aussenhandel auch im November rückläufig

Schweizer Aussenhandel schrumpft (Archivbild)

Schweizer Aussenhandel schrumpft (Archivbild)

Der Schweizer Aussenhandel hat sich im letzten Monat erneut in beide Richtungen rückläufig entwickelt. Die Exporte sanken dabei auf breiter Front. In Bezug auf die grossen Absatzmärkte gab es ein Plus nach Nordamerika.

Konkret gingen die Ausfuhren im November zum Vormonat (saisonbereinigt) um 1,7 Prozent auf 18,9 Milliarden Franken zurück. Real - also preisbereinigt - war der Rückgang mit 0,8 Prozent etwas geringer. Die Einfuhren gingen nominal um 1,1 Prozent zurück und erreichten damit einen Wert von 16,2 Milliarden Franken, auf realer Basis gab es hier ein kleines Plus von 0,5 Prozent.

Damit befinden sich die Exporte wieder auf dem Stand vom Jahresbeginn, wogegen die Importe wertmässig fast eine Milliarde Franken unterhalb liegen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte. In der Handelsbilanz resultierte im Berichtsmonat insgesamt ein Überschuss von 2,21 Milliarden Franken.

Rückgang bei Pharma-Chemie

Bei den Ausfuhren war der Rückgang bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten in absoluten Zahlen am grössten (-1,9%). Während sich die Ausfuhren von Medikamenten deutlich verringerten, legten die Exporte von pharmazeutischen Wirkstoffen weiter zu. Rückläufig entwickelten sich ausserdem die Ausfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren (-7,2%), Maschinen und Elektronik (-2,3%) sowie Uhren (-2,9%).

Auf den drei grossen Absatzmärkten stieg einzig der Umsatz in Nordamerika. Derweil unterschritten die Ausfuhren nach Europa und nach Asien das Vormonatsergebnis. In Europa standen laut EZV deutlichen Minderexporten nach Deutschland und nach Grossbritannien kräftig gestiegene Ausfuhren nach Belgien gegenüber. In Asien zog der hohe Exportrückgang nach China das Gesamtergebnis ins Minus.

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