Medikamente

Schweiz und USA wichtigste Handelspartner der EU für Medizin

Je ein knappes Drittel der in der EU importierten Medizinalprodukte stammen aus der Schweiz und den USA. Während nur 11 Prozente der EU-Medi-Exporte umgekehrt für die Schweiz bestimmt sind, gehen von der EU in die USA fast gleichviel Arzneien, wie von da herkommen. (Symbolbild)

Je ein knappes Drittel der in der EU importierten Medizinalprodukte stammen aus der Schweiz und den USA. Während nur 11 Prozente der EU-Medi-Exporte umgekehrt für die Schweiz bestimmt sind, gehen von der EU in die USA fast gleichviel Arzneien, wie von da herkommen. (Symbolbild)

Fast ein Drittel ihrer importierten Medikamente bezieht die EU aus der Schweiz. Zwar liefern die USA der EU fast ebenso viel Medizinalprodukte, aber die Schweiz verzeichnet einen grösseren Importüberschuss. 21 Prozent gegenüber einem US-Exportüberschuss von 1 Prozent.

32 Prozent ihrer Importe von Medizinalprodukten tätigt die EU aus der Schweiz und 31 Prozent aus den Vereinigten Staaten, wie eine neue Statistik des Statistischen Amts der EU Eurostat, vom Freitag zeigt. Während EU-Länder 11 Prozent ihrer Heilmittel-Exporte in die Schweiz liefern, sind es satte 32 Prozent in die USA. Die USA sind daher der wichtigste Handelspartner der EU für medizinische Produkte, gefolgt von der Schweiz.

Drittwichtigster Partner ist das Vereinigte Königreich, aus dem die EU 12 Prozent ihrer Medikamenten-Importe bezieht und wohin sie 10 Prozent ihrer Arznei-Exporte liefert. Bei den Importen folgen Singapur mit 6 sowie Israel und China mit je 4 Prozent. 13 Prozent bezieht die EU aus anderen Ländern. Viertstärkstes Exportland ist China mit 6 Prozent, dahinter kommen Russland und Japan mit je 4 Prozent. Ein Drittel der Exporte fliessen anderswohin.

Seit 2002 stieg die Handelstätigkeit der EU mit Medizinalprodukten immer mehr an, wobei die Exporte (203 Milliarden Euro im 2019) bedeutend stärker zunahmen als die Importe (93 Milliarden im 2019). Seit 2018 verzeichnet die EU in diesem Handelssegment einen Exportüberschuss. Damals betrug er 18 Milliarden Euro, 2019 machte das Plus schon 109 Milliarden Euro aus.

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