Der Rückgang sei vor allem auf tiefere Preise für pharmazeutische Produkte zurückzuführen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Der Produzentenpreis (als Teilindex des PPI) fiel im Vergleich zum Vormonat ebenfalls um 0,3 Prozent (VJ +0,7%).

Hier schlugen laut BFS vor allem die tieferen Preise für pharmazeutische Spezialitäten zu Buche. Günstiger wurden zudem chemische Grundstoffe. Einen Anstieg der Preise gab es hingegen für Mineralölprodukte und sonstige chemische Produkte.

Beim Importpreisindex (ebenfalls Teilindex des PPI) lag der Rückgang bei 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat (VJ +2,9%). Fallende Preise beim Erdöl und Erdgas drückten die Ausgaben in diesem Bereich nach unten. Ebenfalls günstiger wurden pharmazeutische Grundstoffe, Gemüse, Kartoffeln, Zitrusfrüchte, Computer und Stahlprodukte. Höhere Preise erzielten dagegen Mineralölprodukte, organische Produkte der chemischen Industrie und Rohkaffee.

Indikator für Entwicklung der Konsumentenpreise

Die PPI-Jahresrate entwickelt sich mit dem aktuellen Wert weiterhin rückläufig. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat (November 2017) stieg das Preisniveau zwar um 1,4 Prozent, zuletzt lagen die Raten aber im Vorjahresvergleich bei +2,3 Prozent (Oktober) 2,6 Prozent (September), bzw. 3,4 Prozent (August).

Auf dem Höhepunkt der Frankenstärke bzw. ein paar Monate nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang 2015 war der Wert stark ins Minus gefallen und erreichte im Tiefpunkt einen Wert von -6,8 Prozent. Die Importpreise waren damals gar klar über 10 Prozent gefallen.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.