Hörgeräte

Positive Sonova-Meldung nach Wirren um möglichen Insiderhandel

Das schadhafte Hörimplantat

Das schadhafte Hörimplantat

Rund fünf Monate nach dem Rückruf eines Hörimplantats hat Sonova den Fehler offenbar lokalisiert. Wie der Hörgerätehersteller am Donnerstag mitteilte, habe er den Herstellungsprozess angepasst und von der Europaprüfstelle (TÜV) dafür die Zertifizierung erhalten.

Das Sonova-Tochterunternehmen Advanced Bionics arbeite derzeit an der Wiederaufnahme der Produktion und des Vertriebs der Implantate. Die Marktrückkehr sei vorläufig in den Regionen Europa, Asien-Pazifik und Lateinamerika geplant. Bei den US-Gesundheitsbehörden würden Unterlagen zu den Anpassungen bei der Herstellung in den nächsten Wochen eingereicht.

Den Rückruf hatte Sonova Ende November 2010 bekannt gegeben. Einige Patienten klagten nach Inbetriebnahme des Geräts über starke Schmerzen, laute Geräusche sowie Schockempfindungen.

Ursache allen Übels

Der Rückruf des Produkts hatte weitreichende Folgen. Der Verkaufsstopp führte dazu, dass Sonova die Umsatz- und Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2010/2011 nach unten korrigieren musste.

Damit aber nicht genug: Vor dieser Gewinnwarnung am 16. März sollen mehrere Topmanager des Unternehmens grössere Aktien- und Optionspakete verkauft haben. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat mittlerweile eine Strafuntersuchung wegen möglichen Insiderhandels aufgenommen.

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