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PC-Hersteller Lenovo profitiert kurzfristig von Handelsstreit

Lenovo profitiert davon, dass in den USA mit Blick auf drohende Schutzzölle derzeit mehr PCs verkauft werden. Im Bild: Stand von Lenovo am Mobile World Congress in Shanghai im Juni dieses Jahres.

Lenovo profitiert davon, dass in den USA mit Blick auf drohende Schutzzölle derzeit mehr PCs verkauft werden. Im Bild: Stand von Lenovo am Mobile World Congress in Shanghai im Juni dieses Jahres.

Der weltgrösste PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Quartal von einem überraschenden Nachfrageschub auf dem lange schwächelnden Markt profitieren können. Der Gewinn des chinesischen Konzerns sprang im Jahresvergleich von 77 auf 162 Millionen Dollar hoch.

Lenovo erreichte nach Berechnungen von Analysten beim PC-Absatz einen Rekord-Marktanteil von rund 25 Prozent. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern zogen einige Unternehmenskunden zuletzt für einen späteren Zeitpunkt geplante PC-Käufe vor - aus Sorge vor Preiserhöhungen im Zuge des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Der PC-Markt habe dadurch um 1,5 Prozent zugelegt.

Lenovo-Chef Yang Yanqing betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten am Donnerstag, dass Preise für Computer und Smartphones steigen würden, wenn die neuen amerikanischen Zusatzzölle in Kraft treten. Diese waren zuletzt von US-Präsident Donald Trump auf den 15. Dezember verschoben worden.

Der Umsatz von Lenovo verbesserte sich in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil davon brachte die PC-Sparte mit gut 9,6 Milliarden Dollar ein. Im Smartphone-Geschäft sank der Umsatz dagegen im Jahresvergleich um fast 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der Konzern verkauft seine Handys unter anderem unter der traditionsreichen Marke Motorola.

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