Ölteppich

Ölteppich entfernt sich von spanischer Küste

Ein Schiff durchfährt den Ölteppich

Ein Schiff durchfährt den Ölteppich

Ein Ölteppich vor der spanischen Mittelmeerküste ist vom Wind weiter auf das offene Meer hinausgetrieben worden. Das von einer Bohrinsel ausgetretene Öl bedeute keine Gefahr mehr für die Küstengebiete in der Gegend von Tarragona, teilten die Behörden mit. Der Ölteppich sei 45 Kilometer vom Festland entfernt.

Der Betreiber der Bohrinsel, der spanische Mineralölkonzern Repsol, führte die Verunreinigung auf menschliches Versagen zurück. Das Öl sei durch ein versehentlich geöffnetes Ventil ins Meer gelangt, sagte der Repsol-Sprecher Josep Beltrán der Zeitung "El Periódico de Catalunya" vom Freitag.

Nach Angaben der Hafenbehörden waren etwa 120 bis 180 Tonnen Rohöl ins Meer geströmt. Das Öl breitete sich auf der Wasseroberfläche zu einem 19 Quadratkilometer grossen Teppich aus. Repsol ging von einer deutlich geringeren Ölmenge aus. Es seien allenfalls 30 bis 60 Tonnen Öl ins Meer gelangt, sagte der Unternehmenssprecher.

Die Zeitung "El País" berichtete, dies sei in der Gegend von Tarragona bereits die 18. Verunreinigung des Mittelmeers mit Erdöl in einem Jahrzehnt. Bisher sei kein Verantwortlicher der Mineralölwirtschaft von der Justiz dafür zur Rechenschaft gezogen worden.

In drei Fällen liefen noch Ermittlungen, die anderen seien zu den Akten gelegt worden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte gefordert, Repsol solle die für das kommende Jahr geplante Inbetriebnahme weiterer Bohrinseln in der Region untersagt werden.

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