Flugverkehr
Lufthansa lanciert Billig-Airline – schadet das der Swiss?

Noch nie war es wohl billiger für Schweizer, mit dem Flugzeug in die Ferien zu fliegen. Das berichtet die «Die Schweiz am Sonntag». Der Grund sind Fluggesellschaften, die mit Dumpingaktionen oder Billig-Airlines Passagiere anlocken.

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Eine Swiss-Maschine hebt in Zürich-Kloten ab.

Eine Swiss-Maschine hebt in Zürich-Kloten ab.

Keystone

Vorteile bringt das natürlich für jene, die viel fliegen. Gemäs Recherche der Zeitung finden sich auf den Buchungsportalen der Airlines für Retourflüge diesen Sommer und Herbst «spottbillige Angebote»-

Ab Basel fliegt man etwa mit Ryanair mit 48 Franken nach London, und mit Easyjet gehts für 63 Franken nach Hamburg und für 64 Franken nach Lissabon. Und mit der Swiss fliegt man für 119 Franken nach Berlin oder Stuttgart - retour natürlich.

Doch der Preiskampf hinterlasse Spuren - auch bei der Swiss. Die Nettoerträge sinken. Die internationale Luftverkehrsvereinigung IATA sehe für die Airlines dieses Jahr eine Nettomarge von ganzen 2,4 Prozent voraus. Das entspreche einem Minus von 5,42 Dollar pro Passagier. Für die europäischen Airlines sind es nur 1,3 Prozent beziehungsweise 3,23 Dollar.

Daran sei auch die Lufthansa schuld. Sie hat diese Woche am Mittwoch angekündigt, die Swiss-Mutter. Sie hat eine eigene Billigairline unter dem Namen Eurowings angekündigt, die im Frühjahr 2015 in Basel loslegen soll.

Doch die interne Billigkonkurrenz verstärke den Druck auf die Swiss, «der Cashcow der Lufthansa». Wenn Eurowings Städte wie London oder Berlin mehrmals täglich ab Basel anfliegt, dürften Reisende zwischen Basel und Zürich die Swiss in Kloten zunehmend links liegen lassen.

Zudem stelle Eurowings den Erfolg der Swiss-Offensive in Genf infrage. Dort versucht die Swiss, mit einem eigenen Billigkonzept Easyjet Paroli zu bieten. Dieses kommt nun zwar in Abwandlung in Zürich zur Anwendung, aber nicht in Basel.

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