Die Verhandlungen würden mit einem Konsortium geführt, dem Investmentfonds mit Verbindungen zur Beteiligungsgesellschaft Blackstone und zu Thomson Reuters angehörten, hiess es weiter. Die Verhandlungen könnten allerdings noch scheitern.

Refinitiv ist die ehemalige Finanzmarktsparte von Thomson Reuters, die 2018 in einem Milliardengeschäft mit Blackstone ausgegliedert wurde. Thomson Reuters hält einen Minderheitsanteil an Refinitiv.

Eine Übernahme würde die Position der LSE als Informationsdienstleister stärken. Dieses Geschäft hat der Börsenbetreiber vorangetrieben, weil es konstantere Einnahmen verspricht als etwa das Handelsgeschäft. Der Verkauf der Thomson-Reuters-Finanzmarkt-Sparte an Blackstone wurde im Oktober abgeschlossen. 45 Prozent des in Refinitiv umfirmierten Geschäfts sind noch im Besitz des Daten- und Nachrichtenanbieters Thomson Reuters, dem Mutterkonzern der Nachrichtenagentur Reuters.

In den USA notierte Thomson-Reuters-Aktien stiegen nach einem ersten Bericht der "Financial Times" zu dem Vorhaben auf einen Rekordwert von 70,12 Dollar je Anteilsschein. Die in Kanada notierten Papiere des dort ansässigen Konzerns legten 4,5 Prozent zu.