Kreditkarten

Kreditkarten im Vergleich: Coop und Migros bieten günstigere Leistungen als Banken

Die Coop Supercard schneidet im Vergleich sehr gut ab.

Die Coop Supercard schneidet im Vergleich sehr gut ab.

Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Leistungen und Kosten von mehr als 160 Schweizer Kreditkarten analysiert. Wer zur günstigsten Variante wechselt, kann über 1000 Franken sparen.

(sku) Nach dem vorläufigen Höhepunkt der Corona-Krise reisen Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt ins Ausland. Wer sich vorab über die Kosten und Leistungen von verschiedenen Kreditkarten informiert, ist dabei im Vorteil. Der unabhängige Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat deshalb 163 Schweizer Kreditkarten analysiert. Wie der Vergleichsdienst am Mittwoch mitteilt, könnten Gelegenheitsnutzer in den ersten beiden Jahren fast 550 Franken sparen, wenn sie von der teuersten zur günstigsten Kreditkarte wechseln. Vielnutzer könnten sogar mehr als 1150 Franken sparen.

Am besten schneidet die Cashback-Kreditkarte American Express von Swisscard ab. Während für Gelegenheitsnutzer in den ersten zwei Jahren wegen der Umsatz-Rückvergütung keine Kosten anfallen, belaufen sie sich für Vielnutzer auf 315.50 Franken. Für Gelegenheitsnutzer folgt die Coop Supercard Mastercard/Visa mit 45.50 Franken Kosten und die Migros Cumulus-Mastercard mit 48.55 Franken. Für Vielnutzer folgt die Multiwährungskarte Silber von Swissquote mit 366.05 Franken und die TCS Travel Mastercard Gold der Cembra Money Bank für 424.15 Franken.

Am teuersten ist die KLM Flying Blue World Mastercard von Viseca. Die Gold-Version kostet für Gelegenheitsnutzer 536 Franken für zwei Jahre, für Vielnutzer 1116.10 Franken. «Wichtig ist aber, darauf hinzuweisen, dass bei teureren Karten häufig auch die Leistungen wie etwa Versicherungen besser sind und die Rangliste je nach Nutzungsprofil variieren kann», betont Geschäftsführer Benjamin Manz auf Anfrage. Deshalb lohne sich ein individueller Vergleich.

Druck auf Kreditkarten wegen Wechselkursen von Neobanken

Wie moneyland.ch schreibt, könne die Mehrheit der Schweizer Kreditkarten-Kunden seit diesem Jahr auch mit Apple Pay, Samsung Pay oder Google Pay bezahlen. Zudem würden vermehrt Karten von Smartphone-Banken wie Neon, Revolut und Transferwise genutzt, da sie von günstigeren Wechselkursen profitieren könnten. Diese seien im Vergleich nicht integriert, sondern würden in einer separaten Studie analysiert. Ein Nachteil von diesen Karten sei aber, dass sie im Ausland nicht gleich häufig akzeptiert werden wie herkömmliche Kreditkarten. Auch würden viele Schweizer Kreditkarten über Zusatzleistungen verfügen, die bei Karten vieler solcher Neobanken fehlen.

Das Vergleichsportal erwartet aber, dass die Wechselkurse der neuen Konkurrenten aus dem Ausland auch Schweizer Kreditkarten-Institute unter Druck setzen werden. Es sei deshalb zu erwarten, dass in nächster Zeit Schweizer Kredit- und Prepaidkarten mit geringeren Fremdwährungskosten lanciert werden.

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