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Konrad Hummler tritt aus Verwaltungsrat der NZZ zurück

Konrad Hummler in einer Aufnahme von 2010 (Archiv)

Konrad Hummler in einer Aufnahme von 2010 (Archiv)

Konrad Hummler tritt aus dem Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe zurück. Er sehe nach der Sistierung seiner Position als Verwaltungsratspräsident nicht genügend Wirkungsmöglichkeiten, teilte der ehemalige Teilhaber der gescheiterten Bank Wegelin mit.

Zudem wolle er für die Verfolgung seiner Zukunftspläne publizistisch unabhängig sein, schreibt Hummler in einem Communiqué vom Donnerstag. Hummlers Amtszeit hätte noch bis 2015 gedauert.

Vor zwei Monaten hatte NZZ-Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger gesagt, man werde Konrad Hummler wegen der Millionenbusse der Bank Wegelin nicht zum Rücktritt auffordern. Nun hat Hummler seinen Rücktritt auf die nächste Generalversammlung am 13. April eingereicht.

Bis Februar 2012 war Hummler Verwaltungsratspräsident. Wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen übergab er dieses Amt aber an den früheren FDP-Nationalrat Steinegger. Im April wird voraussichtlich Galenica-Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod das Ruder übernehmen.NZZ-Mediengruppe: Einbruch bei Printwerbung drückt Gewinn - CH=

Starker Umsatzrückgang beim Print

Ein deutlicher Einbruch bei den Werbeerträgen bei den Printmedien haben den Ertrag der NZZ-Mediengruppe 2012 um 8,3 Mio. auf 519 Mio. Franken gedrückt. Der Gewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 6 Mio. auf 30,9 Mio. Franken.

Der starke Umsatzrückgang bei den Printanzeigen habe trotz schnell eingeleiteter Massnahmen beim Aufwand nur teilweise kompensiert werden können, teilte die NZZ-Mediengruppe am Donnerstag mit. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Mio. auf 37,9 Mio. Franken.

Solides Ergebnis

Dank einem konsequenten Kostenmanagement und Beiträgen aus neuen Geschäftsaktivitäten sei trotz eines schwierigen Umfelds ein "solides Unternehmensergebnis" erzielt worden, heisst es in der Mitteilung. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine gleichbleibende Dividende von 200 Franken pro Aktie vor.

Positiv entwickelt hätten sich die Umsätze im digitalen Werbemarkt. Vor allem der wachsende Online-Bereich und die regionalen Radiostationen verzeichneten ein erfreuliches Umsatzwachstum.

Stabile Erträge seien im Lesermarkt erzielt worden. In dem von Produktionsüberkapazitäten geprägten Druckbreich seien dagegen die Erträge leicht gesunken.

Mehr Ausgaben

Die übrigen Erträge stiegen vor allem aufgrund von Akqusitionen gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent an. Der Gesamtaufwand stieg um 1,3 Prozent auf 481 Mio. Franken. Das Unternehmen begründet den Anstieg im Wesentlichen mit der Integration der SEF-Gruppe (Swiss Economic Forum) und eines Betriebsanteils im Kalenderbereich sowie dem forcierten Ausbau des Online-Bereichs.

Im Geschäftsbereich FPH Freie Presse Holding sank der Umsatz um 16,7 Mio. auf 314,8 Mio. Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel von 31,8 Mio. im Vorjahr auf 25,8 Mio. Franken. Zur FPH gehören die Beteiligungen an Regionalverlagen wie der "Neuen Luzerner Zeitung", dem "St. Galler Tagblatt", Radio Pilatus, FM 1, Tele 1 und Tele Ostschweiz.

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