Wirtschaft

Julius Bär trotzt Corona und erzielt im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn

Julius Bär ist gemäss CEO Philipp Rickenbacher gut auf das nächste Halbjahr vorbereitet.

Julius Bär ist gemäss CEO Philipp Rickenbacher gut auf das nächste Halbjahr vorbereitet.

Die Privatbankengruppe Julius Bär erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 einen Konzerngewinn von 491 Millionen Franken. Es ist der höchste Gewinn in der Geschichte der Bank. Gleichzeitig gingen die verwalteten Vermögen leicht zurück.

(agl) Der Reingewinn ist in den ersten sechs Monaten um 43 Prozent auf insgesamt 491 Millionen Franken angestiegen. Der Gewinn vor Steuern legte um 38 Prozent auf 577 Millionen Franken zu, wie die Bankengruppe am Montag mitteilte. Dabei erhöhte sich der Betriebsertrag um 9 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken, während der Geschäftsaufwand um 1 Prozent zurückging.

Insbesondere die Einnahmen aus dem Handel mit Finanzprodukten konnte die Bank in den vergangenen sechs Monaten um 71 Prozent auf 515 Millionen Franken steigern. Das veränderte Marktumfeld habe zu einer Zunahme der Aktivität der Kunden im Devisen- und Edelmetallhandel sowie zu höheren Erträgen von strukturierten Produkten geführt, schreibt die Bank. Gleichzeitig musste Julius Bär seit Ende 2019 einen Rückgang von 24 Milliarden Franken bei den verwalteten Vermögen verzeichnen. Diese gingen auf 402 Milliarden zurück, bei Neugeldern von insgesamt 5 Milliarden.

Gut vorbereitet für zweite Jahreshälfte

Bei den Personalkosten verzeichnete die Privatbankengruppe einen Anstieg von 2 Prozent auf insgesamt 850 Millionen Franken, obwohl der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig war. Dies liegt gemäss Mitteilung unter anderem an höheren Leistungsvergütungen sowie daran, dass der Stellenabbau, den die Bankengruppe im Februar angekündigt hatte, noch nicht abgeschlossen sei.

Für die zweite Jahreshälfte sei die Julius Bär Gruppe gut vorbereitet, wird CEO Philipp Rickenbacher in der Mitteilung zitiert. Obwohl die vollen wirtschaftlichen Auswirkungen noch in der Zukunft liegen, ist der Konzernchef zuversichtlich. «Unsere Position ist ausgezeichnet, um die Stabilität unseres Geschäfts zu bewahren und sich bietende Chancen zu nutzen.»

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