Damit wurde eine frühere Schätzung revidiert, die eine Stagnation anzeigte. Im Frühjahrsvierteljahr gab es noch einen Zuwachs von 0,2 Prozent.

Die italienische Wirtschaft hinkt der Konjunktur in der Euro-Zone hinterher, die im dritten Quartal um 0,2 Prozent zulegte. Auch der Jobmarkt zwischen Mailand und Palermo entwickelt sich schlechter als im Währungsraum: Die Arbeitslosenquote stieg im Oktober leicht auf 10,6 Prozent. In der Euro-Zone verharrte die Quote hingegen bei 8,1 Prozent.

Neben der wirtschaftlichen Schwäche Italiens ist auch die Verschuldung ein Problem: Das Land schiebt mit 2,3 Billionen Euro einen extrem hohen Schuldenberg vor sich her. Die seit Juni amtierende populistische Regierung in Rom will das Wachstum unter anderem mit Steuersenkungen und höheren Sozialausgaben ankurbeln und nimmt dafür deutlich höhere Schulden in Kauf. Italiens Haushaltsentwurf wird von der EU-Kommission jedoch abgelehnt. Einem Pressebericht zufolge arbeiten Ministerpräsident Giuseppe Conte und Finanzminister Giovanni Tria an einem Kompromissvorschlag.