Wirtschaft

In der Schweiz gibt es zu wenig Butter: Bund erhöht Importkontingent um 1000 Tonnen

Der Bund will einen Engpass bei Butter verhindern und fördert deshalb den Import.

Der Bund will einen Engpass bei Butter verhindern und fördert deshalb den Import.

Für 2020 zeichnet sich erstmals seit Jahren eine ungenügende Versorgung des Marktes mit Butter ab. Nun soll mehr Butter aus dem Ausland importiert werden.

(sku) Der Mangel komme daher, weil in der Schweiz mehr Käse produziert wurde und dadurch weniger Milchfett für die Butterherstellung zur Verfügung stand. Das schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) am Dienstag. Seit Anfang Mai würden sich ein Engpass abzeichnen. Zu diesem Zeitpunkt befänden sich die Butterlager auf einem sehr tiefen Stand von 2300 Tonnen. Laut der Mitteilung wäre erfahrungsgemäss das Doppelte nötig, um die Versorgung über das ganze Jahr zu sichern.

Die Branchenorganisation Milch hat deshalb ein Gesuch gestellt, das Importkontingent ab dem 1. Juni um 1000 Tonnen zu erhöhen. Heute hat das BWL entschieden, diesem Gesuch nachzugehen. Die Erhöhung gilt für das laufende Jahr. Innerhalb des Kontingents kann Butter nun zum tieferen Zollansatz von 20 Rappen pro Kilogramm importiert werden. Die Kontingentsanteile werden bis am 26. Mai versteigert.

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