Nahrungsmittel

Grossbritannien führt Steuer auf zuckerhaltige Getränke ein – Konzerne reagieren

Der Coca-Cola-Konzern senkt den Zuckergehalt in Fanta- und Sprite-Getränken in Grossbritannien.

Der Coca-Cola-Konzern senkt den Zuckergehalt in Fanta- und Sprite-Getränken in Grossbritannien.

Im Kampf gegen Übergewicht und Karies hat Grossbritannien am Freitag eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt. Das hat Hersteller dazu bewogen, den Zuckergehalt in ihren Getränken zu senken.

Die Zuckersteuer sieht Abgaben von 18 Pence (rund 24 Rappen) pro Liter auf Getränke vor, die fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, bei über acht Gramm sind es 24 Pence. Grossbritannien folgt damit ähnlichen Modellen wie in Frankreich, Norwegen und Mexiko.

"Unsere Teenager konsumieren jährlich im Schnitt fast eine Badewanne voll zuckerhaltiger Getränke", erklärte der britische Minister für öffentliche Gesundheit, Steve Brine. Das trage zu dem beunruhigenden Trend zum Übergewicht bei. Die Abgabe werde dabei helfen, den Zuckerkonsum zu senken.

Die Regierung rechnet durch die Steuer mit Einnahmen von jährlich 240 Millionen Pfund (324 Millionen Franken). Das Geld soll unter anderem für Sportprogramme für Kinder sowie für Schulessen ausgegeben werden. Gleichzeitig hofft die Regierung, dass die Getränkehersteller den Zuckergehalt in ihren Produkten eigenständig senken.

Einige Firmen reagierten bereits im Vorfeld der Steuer und senkten den Zuckergehalt in ihren Getränken. Beispielsweise wurde der Coca-Cola-Konzern bei den Marken Fanta und Sprite aktiv. Auch der dortige Branchenzweite Britvic und die Handelsunternehmen Lidl und Tesco handelten bereits im Vorfeld.

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