Kambly

Geschmacksache: Guetzli-Hersteller will 7-Tage-Woche einführen

Der Emmentaler Biskuithersteller eckt mit seinem Vorhaben an.

Der Emmentaler Biskuithersteller eckt mit seinem Vorhaben an.

Ein Teil der Kambly-Mitarbeiter soll ab August für einige Monate durchgehend arbeiten. Während die Chefetage dieses Vorhaben als «völlig normal» erachtet, kennt Elsi Reimann, Präsidentin der Langnauer Grünen, die «Befürchtungen der Betroffenen».

Mit 400 Arbeitern ist der Feingebäck-Produzent einer der grössten Arbeitgeber im Emmental. Aufgrund der guten Auftragslage plant Kambly um Generalsekretär Rudolf Winzenried bis Ende Dezember eine 7-Tage-Woche. Eine solche Massnahme sei völlig normal, sagt Winzenried in der «Berner Zeitung».

Kritische Stimmen

Die Strategie des Trubschacher Unternehmens stösst aber nicht überall auf positive Resonanz. Besonders Elsi Reimann von den Grünen sorgt sich um das geregelte Familienleben der Angestellten in dieser Zeitspanne. Vor allem, wenn beide Elternteile beim Fabrikant angestellt sind. «Ich kenne Betroffene, die sich vor diesen Änderungen fürchten.»

Kein Arbeitszwang

Bei der Chefetage sind bislang keine solcher Äusserungen vonseiten der Mitarbeiter eingegangen. «Es wird auch niemand dazu gezwungen, in diesem Vierschichtenmodell zu arbeiten», sagt Winzenried. Auf die Frage der «Berner Zeitung» was passiere, wenn sich nicht genug Arbeiter für diese Modell finden lassen, meint Winzenried: «Das wird sich schon regeln lassen, denn wir haben viele sehr loyale Mitarbeitende.»

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