Dutti-Dilemma
Klares Resultat: Jetzt will auch eine zweite Migros-Genossenschaft die Alkohol-Frage klären

Am Dienstag haben zwei regionale Organisationen des Detailhändlers ihr Verdikt bekannt gegeben: Sie möchten das Alkoholverbot ihren Mitgliedern zur Abstimmung unterbreiten.

Benjamin Weinmann
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Landen in den Migros-Körbli künftig auch Alkoholika?

Landen in den Migros-Körbli künftig auch Alkoholika?

Gaetan Bally / KEYSTONE

Gibt es in der Migros schon bald Merlot-Wein? So manchen Tessiner Winzer dürfte das freuen - und damit auch das Verdikt der Migros-Genossenschaft Tessin. Deren Genossenschaftsrat will nämlich seinen über 100'000 Mitgliedern die Möglichkeit geben, über das traditionsreiche Alkohol-Verkaufsverbot abzustimmen.

Wie einer Migros-Website zu entnehmen ist, ist der Entscheid klar ausgefallen: 37 Ratsmitglieder sagte ja zu einer Abstimmung und nur 4 sagten nein. Noch deutlicher war das erste Resultat, das ebenfalls am Dienstag bekannt gegeben wurde. Und zwar hatte die Migros Genossenschaft Basel eine Alkohol-Abstimmung mit 44:0 Stimmen gutgeheissen. 8 Mitglieder enthielten sich ihrer Stimme.

2,3 Millionen Mitglieder haben das Sagen

Befürworter einer Statutenänderung - und damit einer Abkehr von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler - dürften diese Resultate als positives Zeichen werten. Allerdings geht es in diesem Stadium erst um die Frage, ob es überhaupt zu einer Abstimmung kommen soll. Die insgesamt 2,3 Millionen Migros-Genossenschafterinnen und - Genossenschafter haben schlussendlich das Sagen. Deshalb ist es auch nach wie vor möglich, dass in manchen Migros-Genossenschaften künftig Alkohol in den Regalen steht - in anderen aber nicht.

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