Kommentar

Die Idee einer UBS-CS-Fusion zeigt, wie verzweifelt die Grossbanken sind

Kommts zur Grossfusion der Grossbanken?

Kommts zur Grossfusion der Grossbanken?

Fusionen oder Übernahmen liegen europaweit in der Luft, starke Banken sind von den Behörden eigentlich erwünscht. Trotzdem spricht viele gegen einen Zusammenschluss von UBS und CS.

Zwei Schlagzeilen, ein Hintergrund. Im September 2019 trat der Finanzblog «Inside Paradeplatz» die Saga los um einen Banker, der von der CS zur UBS wechselte. «Krimi um Khan: Detektive beschatten Banker-Star.»

Gestern lancierte derselbe Blog erneut eine Story, die um die Welt ging: «Projekt Signal: Axel Weber plant UBS-CS-Fusion». So unterschiedlich diese Storys sind, wirtschaftlich gesehen wirken im Hintergrund die gleichen Zwänge: Ein Bankenplatz, der sich nie erholt hat von der Finanzkrise 2008.

Und der nun verzweifelt einen Ausweg sucht aus dem Siechtum tiefer Börsenkurse.

Vor einem Jahr war es ein angeblicher Starbanker, der womöglich auf eine neue Wachstumsstrategie gestossen war. Neben nachbarschaftlichen Animositäten – Baum versperrt Aussicht – drehte sich die Khan-Saga auch darum, dass Khan womöglich Kunden und damit auch Wachstum von der Credit Suisse abzog.

Jetzt ist es eine Megafusion, die neues Wachstum verspricht. Fusionen oder Übernahmen liegen europaweit in der Luft. Sie wären von den europäischen Regulatoren erwünscht: Starke Banken tragen schwache. Da passt die Spekulation über eine Megafusion bestens in diese Zeit.

Derlei Planspiele durchkreuzt wohl das Gleiche, was auch den Börsenkurs tiefhält: Die strenge Bankenregulierung – eine Reaktion auf die Finanzkrise von 2008. Sie setzt in der Schweiz und in Europa den Wachstumsfantasien enge Grenzen.

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