Finanzen

Die Aargauische Kantonalbank steigert Neugelder markant

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im ersten Halbjahr vor allem mit einem deutlichen Anstieg der Neugelder gepunktet.

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im ersten Halbjahr vor allem mit einem deutlichen Anstieg der Neugelder gepunktet.

Im ersten Halbjahr flossen der Bank über eine Milliarde Franken an Neugeldern zu. Das Zinsgeschäft war dagegen leicht rückläufig.

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im ersten Halbjahr vor allem mit einem deutlichen Anstieg der Neugelder gepunktet. Der Halbjahresgewinn dagegen stagnierte.

AKB-Chef Pascal Koradi ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Erfreut zeigt er sich insbesondere über den Zufluss neuer Gelder. Die AKB konnte 1,04 Milliarden Franken hinzugewinnen. Dies umfasst Zuflüsse sowohl innerhalb der Kundengelder in der Bilanz als auch bei den verwalteten Vermögen (Depots der Kunden). Damit sei der Neugeldzufluss im ersten Semester 2017 bereits so hoch wie im gesamten vergangenen Jahr, sagt Koradi.

Er sieht dies als Vertrauensbeweis an die Bank. Laut seiner Einschätzung habe die AKB Marktanteile gewonnen. Im Bereich Vermögensverwaltung habe man mit neuen Produkten und Dienstleistungen punkten können, führt Koradi einen der Gründe an. Entsprechend stiegen auch die Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Diese kletterten um 6,9 Prozent auf 31 Millionen Franken.

Personalaufwand gestiegen

Das Zinsgeschäft war dagegen im ersten Halbjahr rückläufig. «Während wir die Einlagen unserer Privatkunden unverändert positiv verzinsen, sind wir aufseiten der Anlage der Mittel bei der SchweizerischenNationalbank weiterhin mit Negativzinsen konfrontiert», sagt Koradi. Dies erkläre den um 1  Prozent tieferen Zinserfolg, obwohl die Kundengelder um 4,6 Prozent auf 17,1 Milliarden Franken zugenommen haben. Das Zinsgeschäft macht rund zwei Drittel des gesamten Geschäftsertrags aus.

Auf der Aufwandseite sticht der um knapp 8 Prozent höhere Personalaufwand ins Auge. Die Bank habe den zu erwartenden höheren variablen Vergütungsanteil aufgrund des höheren Geschäftserfolgs zu Teilen bereits im ersten Halbjahr buchhalterisch abgegrenzt. Der Geschäftserfolg stieg um 6,8 Prozent auf 96,5 Prozent. Der Gewinn dagegen stagnierte bei 75,5 Millionen Franken. Dies geht auf eine Praxisänderung bei der Verbuchung der Reserven für allgemeine Bankrisiken zurück. Diese wurden im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 stärker erhöht, was den höheren Geschäftserfolg wieder minderte.

Neue Website

Gestiegen sind auch die Kosten für ITProjekte. So wird die Aargauische Kantonalbank nächste Woche ihren neuen Webauftritt lancieren. Die neue Homepage werde den Kunden auch neue Dienstleistungen eröffnen, sagt Koradi. Er nennt etwa den persönlichen Finanzassistenten oder die Möglichkeit für die Kunden, ihre Bank- und Kreditkarten online verwalten zu können.

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