Schweizer AG
Der FK2: Eine umgesetzte Vision

Die Ernst Schweizer AG, Hedingen, baut die Produktion von Sonnenkollektoren aus. Mit dem neuen Flachkollektor FK2 setzt die Metallbaufirma einen Meilenstein. Mit einer zweiten Produktionsstrasse lassen sich die Kapazitäten mehr als verdoppeln. Zusätzlich werden bis zu zehn neue Arbeitsplätze geschaffen.

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Der FK2: Eine umgesetzte Vision

Der FK2: Eine umgesetzte Vision

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Martin Mullis

o futuristisch wie die Roboter an der Fertigungsstrasse zeigt sich auch die Bezeichnung FK2 für die Sonnenkollektoren der neuesten Generation. Der Leiter des Geschäftsbereichs Sonnenenergie-Systeme, Andreas Halter, begrüsste sichtlich stolz die rund 70 geladenen Gäste zur Besichtigung der neuen Fertigungshalle. Bei der Produktion des Flachkollektors 2 kommen die modernsten und neuesten Technologien zur Anwendung. Ausserdem konnte das Gewicht pro Kollektor um ganze 23 Prozent, auf lediglich 40 Kilogramm gesenkt werden. Bei der Herstellung der «Sonnenfänger» wird aber trotz den Arbeitsautomaten noch viel Handarbeit benötigt. Neben dem handwerklichen Geschick, welche die Montage der filigranen Rahmen aus Aluminium und Glas verlangt, wird ausserdem auch grosse Reinlichkeit gefordert. Fast klinisch rein sind die einzelnen Montagestationen und die Feststellung oder das Lob eines Besuchers am Schluss der Führung «E suberi Sach» hatte somit eine doppelte Bedeutung.
Im Vollausbau können im Einschicht-Betrieb täglich bis zu 160 Kollektoren zusätzlich produziert werden, was einer Jahreskapazität von 35 000 Kollektoren, respektive 80 000 Quadratmetern entspricht. Zusammen mit der bestehenden Produktionslinie können so Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 130 000 Quadratmetern pro Jahr produziert werden - dies ist mehr als eine Verdoppelung der bestehenden Kapazität. Mit der Möglichkeit zum Zweischicht-Betrieb, werden zusätzlich bis zu zehn neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ausgezeichnete Ergänzung zum Label Energiestadt
Der Unternehmensleiter der Ernst Schweizer AG, Hans Ruedi Schweizer, sprach in seiner Begrüssungsrede von einem Meilenstein in der Firmengeschichte. Er bezeichnete die mit diesen Neuerungen erzielte Nachhaltigkeit als oberstes Gebot und dankte dem Entwicklungsteam herzlich für den riesigen Einsatz. Sein Dank galt aber auch der Gemeinde Hedingen, die mit einer äusserst guten und speditiven Zusammenarbeit massgebend zum guten Gelingen beitrug. Gemeindepräsident Paul Schneiter, nahm die lobenden Worte gerne entgegen. Er freut sich natürlich ganz speziell über die neue Fertigungsstrasse, war er doch vor 31 Jahren Mitarbeiter der Firma Schweizer Metallbau, als Entwickler für Sonnenkollektoren. In dieser langen Zeit habe ein Umdenken in der Gesellschaft in Sachen Umwelt stattgefunden, betonte er in seiner Kurzansprache. Die neue Anlage sei eine ausgezeichnete Ergänzung zum Label Energiestadt, das die Gemeinde Hedingen seit eineinhalb Jahren beanspruchen darf. Bei dieser Gelegenheit durfte natürlich eine kleine Statistik vom Gemeindepräsidenten nicht unerwähnt bleiben. Zwei wichtige Ziele zum sparsamen Energieverbrauch würden anvisiert. Zum einen weise Hedingen mit 3400 Einwohnern ziemlich genau 3200 Quadratmeter Sonnenkollektoren auf. Paul Schneiter möchte aber alles daransetzen, dass auch das zweite Vorhaben in Hedingen realisiert wird. Doch die Stabilisierung des Stromverbrauches zu erreichen, sei sehr schwierig. Zwar sei der stetig steigende Einsatz von Wärmepumpen erfreulich, diese Tatsache trage jedoch nicht zur Reduzierung des Verbrauchs bei.