Einweg-Säckli

Dem 5-Rappen-Regime sei Dank: Plastiksäckli-Verbrauch geht massiv zurück

Die Zeiten der Gratis-Plastiksäckli sind weitgehend passé. Bei den meisten grossen Detailhändlern kosten die kleinen Rascheltüten inzwischen 5 Rappen. (Symbolbild)

Die Zeiten der Gratis-Plastiksäckli sind weitgehend passé. Bei den meisten grossen Detailhändlern kosten die kleinen Rascheltüten inzwischen 5 Rappen. (Symbolbild)

Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken hat sich 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 84 Prozent verringert.

Die Konsumenten in der Schweiz griffen 2017 deutlich seltener zu Einweg-Plastiksäcken als im Vorjahr. Von 418 Millionen sank die Zahl auf 66 Millionen. Das sind 84 Prozent weniger. 

Der massive Rückgang freut den «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken», dem inzwischen 30 Detaillisten angehören. Dieser hat damit sein Reduktionsziel übertroffen, noch ehe die eigentliche Selbstverpflichtung zum Tragen kam, ab Anfang 2018 an den Kassen keine Gratis-Plastiksäckli mehr anzubieten. 

Mit der Vereinbarung wollten die Detaillisten den Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken an den Kassen bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent verringern. "Die Zahlen zeigen, dass mit einer auf Freiwilligkeit basierenden Lösung zeitnahe eine massive Reduktion erreicht werden konnte", schreibt der Verband in seiner Mitteilung.

Im Oktober 2016 haben die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz die «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» abgeschlossen. Wenige Monate später verlangte die Migros als erster Detaillist 5 Rappen für die Einweg-Plastiksäcke. Coop und die meisten anderen grossen Detaillisten folgten.  (pz)

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