Chrysler

Chrysler-Werke in Kanada stellen Betrieb ein

Montage in einem Chrysler-Werk

Montage in einem Chrysler-Werk

Nach dem Insolvenzantrag für den maroden US-Autobauer Chrysler haben die kanadischen Werke die Produktion eingestellt. Wie das Unternehmen nach kanadischen Medienangaben mitteilte, gelte die Stilllegung bis auf Weiteres.

Von der Massnahme in den beiden Betriebsstätten betroffen sind rund 7000 Arbeiter. Chrysler hatte einen offiziellen Insolvenzantrag bei einem Gericht eingereicht und angekündigt, die Produktion zunächst grossteils einzustellen. Sie soll erst nach Abschluss des Insolvenzverfahrens wieder das normale Niveau erreichen.

Das Weisse Haus hatte betont, im Insolvenzverfahren werde es keine Werksschliessungen und Entlassungen geben. Chrysler-Chef Bob Nardelli wird nach Abschluss des Verfahrens zurücktreten. Vize-Chef Tom LaSorda kündigte in einer Mitteilung seinen sofortigen Rückzug an.

Die US-Gewerkschaft UAW wird die Mehrheit an dem neuen Unternehmen Chrysler bekommen. Ihr Gesundheitsfonds VEBA soll nach Abschluss des Insolvenzverfahrens 55 Prozent halten.

Die US-Regierung wird acht Prozent der Anteile übernehmen, Kanada für weitere Milliardenspritzen zwei Prozent. Fiat dürfte erst eine Mehrheit an Chrysler übernehmen, wenn alle staatlichen Kredite zurückgezahlt sind. Vorerst übernimmt der italienische Autoproduzent 20 Prozent.

Chrysler hatte bislang nur dank Milliardenkrediten aus Washington überlebt und wollte weitere Hilfen haben. Der Autobauer schuldet mehr als 40 Banken und Hedgefonds rund 6,9 Milliarden Dollar.

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