Die insgesamt vier freien Tage soll zum Reisen ermuntern, wie das Staatsrat am Freitag mitteilte. Einen Haken hat die Massnahme allerdings für die Chinesen: Sie müssen dafür an zwei Sonntagen - 28. April und 5. Mai - arbeiten.

Die chinesischen Konsumenten zeigten sich zuletzt vergleichsweise knausrig. Der Detailhandelsumsatz wuchs so langsam wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Die Chinesen kauften vor allem weniger Autos, Elektronikartikel und Haushaltsgeräte.

Wegen der schwachen Weltkonjunktur und dem Handelskonflikt mit den USA ist der Exportweltmeister darauf angewiesen, dass der Binnenmarkt besser in Schwung kommt. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 6,0 bis 6,5 Prozent. Das wäre das kleinste Plus seit rund drei Jahrzehnten.

Der Tag der Arbeit ist einer der Höhepunkte im Reisekalender der Chinesen. Die Regierung hatte erst im vergangenen Jahr beschlossen, lediglich einen Tag freizugeben. Liegt der Feiertag aber nahe an einem Wochenende, kann die freie Zeit auf drei oder vier Tage verlängert werden. Diesmal fällt er auf einen Mittwoch.