Wenn ich in Ihren Kühlschrank schaue, wie hoch ist dort der Anteil fair produzierter Biolebensmittel?

Wir pflegen seit jeher einen sehr bewussten und nachhaltigen Konsum. Sie sehen daher bei mir zu Hause sowohl im Kühlschrank wie auch im weiteren Haushalt das volle Spektrum der in Fairtrade- und Bioqualität verfügbaren Lebensmittel. Meiner Frau schenke ich – das ist kein Scherz – seit Jahren fast jedes Wochenende einen Max- Havelaar-Rosenstrauss.

Nach zehn Jahren bei der Migros: Gehen Sie auch mit einem weinenden Auge?

Ich schätze es, mit kompetenten und motivierten Menschen zusammenzuarbeiten. Von daher bringt eine solche Veränderung selbstverständlich auch echten Trennungsschmerz mit sich.

Max Havelaar kennen Sie noch aus Ihrer Coop-Zeit. Was wollen Sie bewegen?

Es gilt, die starke Position des Labels in einem dynamischen Umfeld zu festigen. Dazu gehört unter anderem der Ausbau von Produkten, die mit dem weissen Label für fair gehandelte Einzelzutaten gekennzeichnet sind.

Was reizt Sie am Wechsel weg vom Konzern hin zu einer fairen Produzenten­organisation?

Das ist eine prima Möglichkeit, meine Orientierung nach Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit im beruflichen Alltag noch direkter einzubringen.

Sie haben auch schon einmal ein glückloses Gastspiel beim Bio-Grosshändler Bio Partner Schweiz gegeben. Warum wird es bei Max Havelaar besser laufen als damals bei Bio Partner?

Die Ausgangslage ist bei Max Havelaar anders. Hier gibt es eingespielte Strukturen, Prozesse und Führungsgremien. Das war bei Bio Partner kurz nach der Fusion vormaliger Konkurrenten nicht der Fall.