Hornbach
Baumarktriese Hornbach hat das Baugesuch eingereicht

Hornbach hat das Baugesuch für einen Bau- und Gartenmarkt in Affoltern eingereicht und will noch in diesem Jahr bauen. Alle Vorgaben seien erfüllt, das Projekt bewilligungsfähig – auch bei laufender Planungszone, hält die Bauherrschaft fest. Dazu will sich der Gemeinderat noch nicht äussern.

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Baumarktriese Hornbach hat das Baugesuch eingereicht

Baumarktriese Hornbach hat das Baugesuch eingereicht

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Werner Schneiter

Hornbach Baumarkt (Schweiz) AG hat das ehemalige Fabrikareal an der Obfelderstrasse 35 bis 37, unmittelbar am Autobahnanschluss, 2006 erworben. Auf dem 35{FSPACE}000 Quadratmeter grossen Grundstück ist ein Bau- und Gartenmarkt geplant, der in Bezug auf die Grösse jenen im luzernischen Littau und in Biel entspricht. Es ist schweizweit die fünfte Filiale, die ein grosses Sortiment an Baustoffen und Baumaterialien sowie einen umfassenden Gartenmarkt anbietet.

«Bewilligungsfähig - auch bei
laufender Planungszone»

Hornbach investiert in Affoltern rund 40 Millionen Franken und plant mit einer Verkaufsfläche von zirka 13{FSPACE}000 Quadratmetern. Insgesamt sind 428 Parkplätze vorgesehen, 270 davon befinden sich in einer Tiefgarage. Zur Erschliessung sagt Alessandro Pellegrini, Leiter Expansion Schweiz: «Das Grundstück von Hornbach ist ideal neben der Autobahn gelegen; die Abfahrt ab Autobahn dient als Hauptzubringer. Der Hauptverkehr wird via einen neuen, von Hornbach finanzierten Kreisel ins Verkaufsareal geführt».
Die Affoltemer Gemeindeversammlung lehnte im November 2008 eine Initiative für ein Verbot publikumsintensiver Einrichtungen in der Industriezone wuchtig ab. Das bedeutete auch für Hornbach grünes Licht. Das Projekt sei gemäss der heutigen Rechtsordnung rechtskonform. Hornbach habe aber auch bei der Planung des Projekts bereits auf das von der Gemeinde in der Zeit der Planungszone erarbeitete Entwicklungskonzept Rücksicht genommen - ebenso auf die Vorgaben der regionalen Richtplanung, hält Alessandro Pellegrini fest. Er glaubt, dass mit dem Hornbach-Projekt keine negativen Präjudizien für eine künftige Nutzungsordnung der Gemeinde und des Kantons geschaffen werden. Auch der Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) bestätigt laut Pellegrini die Umweltverträglichkeit am geplanten Standort. Selbst der VCS hat sich bei der Vernehmlassung zum regionalen Richtplan nicht negativ geäussert. «Dementsprechend ist das Projekt bewilligungsfähig - auch bei Vorhandensein einer Planungszone. Hornbach erwartet nun eine speditive Behandlung des Baugesuchs. «Nach Erhalten der Baubewilligung werden wir sofort mit dem Bau beginnen», hält Alessandro Pellegrini fest.
Das eingegangene Baugesuch werde nun geprüft. Eine andere Frage sei diejenige einer Baubewilligung innerhalb der Planungszone. Damit werde sich der Gemeinderat ernsthaft auseinandersetzen und voraussichtlich in der ersten Mai-Hälfte darüber orientieren, sagte Gemeindepräsident Robert Marty auf Anfrage.