Alpiq
Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin erhält 1,8 Millionen Franken Vergütung

Die Chefin des Energiekonzerns Alpiq, Jasmin Staiblin, hat im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung von rund 1,8 Mio. Franken erhalten. Darin ist eine Antrittsprämie von 400'000 Franken enthalten.

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Jasmin Staiblin verdienst etwas weniger als der frühere Konzernchef Giovanni Leonardi.

Jasmin Staiblin verdienst etwas weniger als der frühere Konzernchef Giovanni Leonardi.

Keystone

Diese sei eine Entschädigung für verlorene Ansprüche beim vorherigen Arbeitgeber, heisst es in dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht. Staiblin war auf Anfang 2013 von ABB Schweiz zu Alpiq gewechselt.

Mit der zwei Monate später angenommenen Volksinitiative "gegen die Abzockerei" soll es unter anderem "keine Vergütung im Voraus" mehr geben. Gemäss der darauf basierenden "Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)" bleiben Antrittsprämien - als Entschädigung für Ansprüche gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber - aber erlaubt.

Staiblin bezog vergangenes Jahr ein Fixgehalt von 0,7 Mio. Franken, einen Bonus von 0,9 Millionen, Sachleistungen (Auto und Übriges) von 33'000 Franken und Vorsorgeleistungen (berufliche Vorsorge, Unfall) von 162'800 Franken. Zusätzlich ist eine Spesenpauschale von 30'000 Franken aufgeführt.

Weniger als der Vorgänger

Der frühere Konzernchef Giovanni Leonardi hatte noch etwas mehr verdient: Im letzten vollen Amtsjahr 2010 waren es 2,0 Mio. Fr. und 2011 - der Abgang erfolgte per 29. September - 1,96 Mio. Franken.

Die Vergütungen an die Geschäftsleitung beliefen sich 2013 auf total 6,1 Mio. Fr. nach 3,7 Mio. Fr. im Vorjahr. Die Differenz sei einerseits darauf zurückzuführen, dass die Funktion des CEO 2012 vom Verwaltungsratspräsidenten ad interim ohne Vergütung ausgeübt wurde, schreibt Alpiq. Andererseits erhielt der pensionierte Finanzchef Kurt Baumgartner eine "gesetzlich geschuldete Abgangsentschädigung".

VR-Präsident Hans Schweickardt ist mit einem 100-Prozent-Pensum fest angestellt. Er bezog eine fixe Vergütung, Spesen und Vorsorgeleistungen von total 1,19 Mio. Franken nach 1,16 Mio. Fr. im Vorjahr.

Operativ befindet sich das Unternehmen im Umbruch: Nach Milliardenverlusten in den Jahren 2011 und 2012 wies Alpiq für das vergangene Jahr einen von Umbau-Sonderfaktoren geprägten kleinen Gewinn von 18 Mio. Fr. aus.