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Corona-Massnahmen
«Für uns ist das eine indirekte Zwangsschliessung»: So reagieren Aargauer Clubs und Jugendliche auf die neuen Massnahmen

Viele Clubs können die verschärften Corona-Massnahmen des Kantons Aargau nicht umsetzen. Die Folge davon ist, dass sie ihre Türen schliessen. So reagieren die Jungen auf diese Art Lockdown.

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Für viele Jugendliche ist der Clubbesuch ein wichtiger Teil ihres Soziallebens. Doch aufgrund der neuen Massnahmen, die der Kanton Aargau beschlossen hat, müssen sie erneut darauf verzichten: Die Masken- und Sitzpflicht in den Bars und Clubs ab Samstag kommen nämlich einem Lockdown gleich. Die Massnahmen seien schlicht nicht umsetzbar, wie der Geschäftsführer vom «Nordportal» in Baden, Maik Strassl gegenüber TeleM1 sagt.

«Für uns ist das eine indirekte Zwangsschliessung.»

Pro Abend kommen gemäss Strassl zwischen 600 und 800 Gäste ins «Nordportal». Es sei nicht möglich, dass diese am Boden sitzen und Stühle habe man auch nicht so viele.

Die Jugendlichen fühlen sich ungerecht behandelt. Schliesslich ist ihnen mit dem Zertifikat und der Impfung versprochen worden, dass es nicht mehr so weit kommen wird. «Wir sind jung und wollen etwas erleben», sagt eine junge Frau gegenüber dem Sender. «Ich finde es ungerecht.» Ähnlich äussern sich auch andere Befragte auf der Strasse. «Ich finde schon, dass die Jungen sehr eingeschränkt sind», sagt eine andere junge Frau. «Es ist schade, weil so die sozialen Kontakte einmal mehr vernachlässigt werden.»

In den Kantonen Basel, St. Gallen und Solothurn gelten bereits dieselben Massnahmen wie im Aargau. Für dieses Wochenende bleibt nur noch Zürich für ein letztes Mal Ausgang. (gue)

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