Fussball
Was für ein Tor! Schlieren bietet wieder ein Spektakel und lässt staunen

Der FCS schafft mit einem 4:2 gegen Hönggs Reserven den sechsten Sieg in Serie in der 2. Liga. Gullo erzielt zwar drei Treffer, doch der eine seines Teamkollegen Santurbano stellt alles in den Schatten.

Raphael Biermayr
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Fabio Santurbano (M.) sorgt für den Höhepunkt der Partie.

Fabio Santurbano (M.) sorgt für den Höhepunkt der Partie.

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Die Lacher steckten einigen Zuschauern bereits im Hals – und wurden jäh zu Begeisterungslauten. Schlierens Fabio Santurbano hatte aus 30 Metern einen Volleyschuss gewagt. Der Ball schien zunächst über den Hönggerberg zu fliegen, ehe er sich steil hinter dem Torhüter in die Maschen senkte.

Dieses Traumtor aus der 35. Minute war der Höhepunkt des Matches gegen die verstärkten Höngger Reserven. Die Bewunderung war noch nicht verklungen, als den Gastgebern der Anschlusstreffer gelang.

Gullo mit drei Toren

Doch Anthony Gullo hatte etwas gegen eine Überraschung und erzielte in der 51. Minute sein zweites Tor. Der Winter-Zugang vom FC Dietikon zeigte erneut, wie wertvoll er für den Zweitligisten ist.

In der Schlussphase offenbarte sich eine latente Schwäche im Spiel der Schlieremer: Sie können nicht geduldig sein. Auch deshalb brauchen sie – neben einem starken Torhüter Markus Würsten – meistens viele eigene Treffer, um ein Match zu gewinnen.

Kraft seiner individuellen Klasse gelingt es dem Aufsteiger immer wieder, diesen Sondereffort zu leisten. In den vergangenen fünf Begegnungen erzielte er im Durchschnitt vier Tore. Gegen Höngg II fiel das vierte nach dem Anschlusstreffer (86.) in der Nachspielzeit. Zum dritten Mal war Gullo erfolgreich.

Dieses fortwährende Spektakel ist beeindruckend und erfolgreich: Auf dem Hönggerberg gelang dem Aufsteiger den sechsten Sieg in Serie. Die Mannschaft feierte mit den Anhängern, zu denen auch Diego Mazzoleni zählte. Die Befürchtungen nach seiner Verletzung gegen Horgen haben sich bestätigt: Kreuzbandriss und eine lange Pause.

Kommt Borilovic?

«Der FC Schlieren steht für Spektakel», sagte Mauro Fulginei nach dem Match. Er war nicht nur in seiner Funktion als Präsident zugegen, sondern auch als Trainer. Der eigentlich dafür zuständige Antonio Caputo begleitete mitsamt den Co-Trainern seinen Sohn Alessio und die Schlieremer E-Junioren zu einem internationalen Turnier nach Österreich. Neben Fulginei war Sportchef Gianni Votta für das Coaching zuständig.

Trotz ihrer makellosen Erfolgsbilanz komme keiner der beiden als Nachfolger des scheidenden Caputo (er wird Sportchef) in Frage, wie Fulginei grinsend bestätigte. Der neue Mann an der Seitenlinie sei noch nicht bestimmt, sagt Votta.

Einer der verbliebenen Kandidaten dürfte Danijel Borilovic sein, der kurz vor dem Start der Rückrunde noch Wallisellen (Gruppe 2 der 2. Liga) trainierte. Votta wollte sich nicht zu diesem Namen äussern.

Die weiteren Resultate und die Tabelle finden Sie hier.