Zoo Zürich
Trauriger Abschied: Die Elefantendame Druk lebt nicht mehr

Die 49-jährige Elefantenkuh Druk, die im April stürzte und nicht mehr aus eigenen Kräften aufstehen konnte, musste am Dienstag eingeschläfert werden. Die anderen Elefanten konnten sich noch von ihr verabschieden.

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Indi (l.), Omysha und Chandra (Rüssel) nehmen Abschied von der toten Druk.
7 Bilder
Druk mit Omysha
Druk (l.) mit Farha (Mitte) und Ceyla-Himali kurz vor der Eröffnung des Kaeng Krachan Elefantenparks im Sommer 2014.
Druk mit Omysha im Juni 2014
Elefantendame Druk
Die noch sehr junge Druk (r.) und Chhukha (l.) mit ihrem langjährigen Tierpfleger Ruedi Tanner im Zoo Zürich
Druk 1968 bei ihrer Ankunft in Zürich

Indi (l.), Omysha und Chandra (Rüssel) nehmen Abschied von der toten Druk.

Zoo Zürich, Robert Zingg

Die Elefantendame Druk, die auch liebevoll als «Tante» bezeichnet wurde, lebt nicht mehr. Die Kräfte haben sie - als zurzeit ältestes Säugetier im Zoo Zürich - verlassen, wie der Zoo Zürich in einer Mitteilung schreibt. Am Montagabend um 23.15 Uhr habe sich Druk hingelegt und sei nicht wieder aufgestanden. Da sie es nach wiederholten Male nicht mehr schaffte, aus eigener Kraft auf die Beine zu kommen, musste sie am Dienstag eingeschläfert werden.

Mit 49 Jahren habe sie ein für Elefanten schönes Alter erreicht, heisst es in der Mitteilung.

Die anderen Mitglieder der Elefantengruppe erhielten die Möglichkeit, sich von der toten Druk zu verabschieden; so, wie dies bei engen Familien auch in der Wildnis geschehe.

Aufstehhilfe nach Sturz

Wie schwach die betagte Druk war, zeigte sich am 19. April, als sie bei einer Rangelei mit Artgenossen stürzte. Aus eigenen Kräften war es ihr nicht möglich, wieder aufzustehen. Feuerwehr und Grosstier-Rettungsdienste mussten zu Hilfe eilen, um sie wieder auf die Beine zu bringen.

Elefantenkuh Druk
4 Bilder
Nach dem Sturz konnte die Elefantenkuh nicht mehr alleine aufstehen.
Ihr musste mit einem Kran aufgeholfen werden.
Danach konnte Druk wieder stehen.

Elefantenkuh Druk

Zoo Zürich/Robert Zingg

Bereits damals schrieb der Zoo Zürich, die Option, sie einzuschläfern, müsse in Betracht gezogen werden, sollte sie sich nicht erholen und leiden.

49 Jahre Druk

Druk war gerade einmal 15 Monate alt, als sie per Flugeug als Geschenk des Königs von Bhutan nach Zürich kam. Zwar ist sie nie selber Mutter geworden, doch habe sie als Tante das Aufwachsen von zehn Jungtieren sehr eng und engagiert begleitet.

Druk hatte einen eigenen, starken Charakter, schreibt der Zoo. Dazu gehörte nicht nur ihre grosse Liebe für Jungtiere. Behagte ihr etwas nicht, so fand sie «Ausreden», um möglichst nicht mitmachen zu müssen. Früher etwa, beim Lauftraining in der alten Anlage, habe sie sich hingelegt, um nicht länger laufen zu müssen.

Gemäss der Mitteilung wurde Ende 2014 festgestellt, dass die Sehkraft Druks stark nachgelassen hatte. Sie lief verschiedentilch in Hindernisse und wollte kaum noch vertraute Bereiche verlassen. Druk bezog eine Box im Hintergrundbereich, wo sie sich quasi blindlings auskannte. Dort bekam sie regelmässig Besuch von den anderen Elefanten.

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