Uster
Spital Uster setzt auf neue Spitalfinanzierung

Das Spital Uster ist zuversichtlich, dass die diesjährige Rechnung wegen der neuen Spitalfinanzierung besser ausfällt als jene von 2011. Diese schloss mit einem Defizit von 28,7 Millionen Franken. Kanton und Gemeinden stopfen das Loch.

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Spital (Symbolbild)

Spital (Symbolbild)

Keystone

Seit Anfang Jahr gilt die neue Spitalfinanzierung. Nicht mehr das Spital als Institution wird finanziert, sondern seine effektive Leistung. Konkret gehe nun für jeden behandelten Patienten eine Rechnung an die Versicherung und an den Staat, sagte Spitaldirektor Andreas Mühlemann am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die regionalen Schwerpunktspitäler gehörten im schweizerischen Vergleich zu den kostengünstigen, heisst es in einer Mitteilung des Spitals Uster. Dieses weise zudem eine Auslastung von über 90 Prozent aus.

Mehr Patienten, geringerer Kostendeckungsgrad

Im vergangenen Jahr behandelte das Spital Uster 51'223 Patientinnen und Patienten, einschliesslich 861 Säuglinge. Das waren 1621 mehr als im Jahr zuvor, wie es in der Mitteilung heisst. Stationär betreut wurden 10'412 Personen (+154), ambulant 40'811 (+1467). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 6,88 Tage (- 0,29). Insgesamt erbrachte das Spital 70'293 Pflegetage (+3151).

Dem Betriebsaufwand von 106,8 Millionen Franken standen Erträge von 77 Millionen sowie ein 1-Millionen-Franken-Gewinn aus den Nebenrechnungen gegenüber. Das Defizit von 28,7 Millionen wird von den 17 Trägergemeinden und dem Kanton ausgeglichen. Der Kostendeckungsgrad sank laut Mitteilung um 3,4 Prozent auf 72,1 Prozent.

Das Spital Uster sorgt als regionales Schwerpunktspital für die erweiterte medizinische Grundversorgung von gut 165'000 Menschen im oberen Glatttal und im Zürcher Oberland. Rund 1000 Mitarbeitende teilen sich 660 Vollzeitstellen. Nächstes Jahr feiert das Spital sein 130-jähriges Bestehen.