Hinwil
Polizei räumt privaten Tierpark: exotische Wildtiere beschlagnahmt

Ein Mann hielt in Hinwil zahlreiche Wildtiere vom Alpaka bis zum Süsswasserrochen – ohne Bewilligung. Die Gehege waren zu klein, nicht artgerecht und unhygienisch. Zudem wurden auch hochsoziale Tiere allein gehalten.

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Alpakas, Schlangen, Leguane, Hirsche, verschiedene grosse Aras, Süsswasserrochen, Lamas, Wasch und Nasenbären: Der fehlbare Tierhalter unterhielt einen halben Zoo. Im Bild ein Alpaka. (Symbolbild)

Alpakas, Schlangen, Leguane, Hirsche, verschiedene grosse Aras, Süsswasserrochen, Lamas, Wasch und Nasenbären: Der fehlbare Tierhalter unterhielt einen halben Zoo. Im Bild ein Alpaka. (Symbolbild)

Nadja Rohner

Das Veterinäramt und die Kantonspolizei Zürich haben am Mittwoch in Hinwil ZH einen privaten Tierpark geräumt: In der mehrstündigen Aktion wurden exotische Wildtiere beschlagnahmt, die unter "völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten wurden". Bereits vor zwei Jahren fand beim Tierhalter ein Grosseinsatz statt.

Beschlagnahmt wurde am Mittwoch ein halber Zoo. Die Liste, die das Zürcher Veterinäramt in einer Medienmitteilung aufführt, ist lang: Demnach wurden Riesen- und andere Schlangen, Leguane, Hirsche, verschiedene grosse Aras, Süsswasserrochen, Lamas, Alpakas, Wasch- und Nasenbären sowie weitere Tiere im Zürcher Oberland abgeholt.

Tierhalter hatte keine Bewilligung

Der Tierhalter verfügte nicht über die notwendigen Bewilligungen, um die Tiere überhaupt halten zu können, schreibt das Veterinäramt am Mittwoch. Zudem seien bei der Räumung diverse Mängel festgestellt worden.

So wurden gemäss Mitteilung viele Tiere in Gehegen gehalten, die zu klein oder die nicht artgerecht eingerichtet waren. Einige der Gehege waren auch offen - "dadurch bestand die Gefahr, dass die Tiere entfliehen konnten".

Zudem seien auch die klimatischen Bedingungen für diverse Tierarten mangelhaft, vereinzelt sei auch die Hygiene ungenügend gewesen, heisst es weiter. Schliesslich seien auch hochsoziale Tiere isoliert gehalten worden.

"Völlig ungeeignete Bedingungen"

Viele der exotischen Wildtiere seien unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten worden oder befänden sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, fasst das Veterinäramt zusammen. "Die beschlagnahmten Tiere werden nun veterinärmedizinisch versorgt und tierschutzkonform untergebracht."

Die Tierhaltung im Zürcher Oberland wurde aufgrund von Hinweisen der Polizei und aus der Öffentlichkeit geräumt. Sie war dem Veterinäramt schon seit geraumer Zeit bekannt: Bereits vor knapp zwei Jahren fand dort ein Grosseinsatz statt. "Dabei wurden ebenfalls zahlreiche Wild- und Haustiere beschlagnahmt, weil sie nicht tiergerecht gehalten wurden", wie das Amt schreibt.